Bin ich abhängig

  • Hallo ihr Lieben


    Ich bin in seit einer Woche wieder zuhause und leider immer noch nicht tavor frei.

    Ich Frage mich ob ich abhängig bin und ob ich doch villeicht einen Entzug bräuchte .

    Soviel zu mir ich nehme Tavor seit dez 16 Regelmässig ein eigentlich fast täglich bis auf 3 Wochen tavor freie zeit im Mai dieses Jahres.

    Anfangs bekam ich ca 6 Wochen lang 4 mg täglich als fest Medikation, dann wurde es ausgeschlichen aber als Bedarf nahm ich es trotzdem noch fast täglich ca 2-3 mg . Wenn ich es dann einmal ein paar Tage nicht nahm , ging es mir richtig schlecht ich hatte sehr dunkle Gedanken meine ganzer Körper Schmerzte und es fühlte sich an als ob mein Hirn verbrennt .

    Also nahm ich es lieber weiter versuchte immer wieder auszuschleichen aber ganz weg hab ich es nie geschafft.

    Im letzten stationären Aufenthalt dann im Juli bekam ich 8 mg täglich das über 4 Wochen lang.

    Auf der offenen Station wollten sie dann auf null runter was natürlich noch klappte . Seitdem nehme ich noch ca 3 mg täglich an sehr schlechten Tagen auch mal bis 6 mg ca .

    Eigentlich will ich aber ganz weg vom den zeug den meine Therapeutin ist absolut gegen tavor .

    Ich habe leider im Moment auch keinen arzt der mir da helfen könnte.


    Deswegen die Frage an euch villeicht wart ihr ja auch schonmal in so einer Situation. Uns kann mir ein paar Tips geben was ich tun soll um davon los zukommen ?


    Herzliche Grüße

    Lilasa


    Edit by NoName: Triggerlabel gesetzt

  • Hey Lilasa,


    Tavor, also Lorazepam wird heute tatsächlich auch unter Beobachtung ausgeschlichen also in einer Klinik.

    Wende dich aufjedenfall an deinen Arzt, bin immer wieder verwundet wie schnell Ärzte heute Benzos verschreiben und auch wie lange!


    Guck aufjedenfall dass du davon weg kommst, auch wenn der Entzug die totale Hölle ist.


    Viel Erfolg!

  • Hallo Lilasa!


    Ich kann Quzens Post nur zustimmen. Ich habe auch einige Monate Tavor / Lorazepam eingenommen und es hat mir auch sehr geholfen!

    Wichtig dabei ist : Die Menge an Tavor kontrolliert abzusetzen. Die Dosierung bzw. Einnahme darf nicht von heute auf Morgen beendet werden!


    Viel Erfolg!

  • Hey,


    ich kenne den Entzug, aber nicht so stark wie bei dir.

    Das Glück was ich hatte war, das ich einen verantwortungsvollen Arzt hatte.

    In meinem schlimmsten Zustand habe ich von ihm 10mg täglich bekommen, jeden Tag nur aus seiner Hand. Für 3 Wochen und wurde dann per wohlwollende Ausgabe von Rezepten wieder abgewöhnt. Habe es danach noch als Bedarf nehmen dürfen, aber nur unter strenger Kontrolle der Rezeptausgabe. Das doofe ist bei Tavor, je länger du es nimmst, desto schwieriger wird es für einen sich zu entschleichen. Da gehört sehr viel Disziplin zu!

    Daher würde ich deinen Arzt wechseln, dein momentaner ist wohl nicht fürsorglich genug mit diesem Medikament. Meiner Meinung brauchst du als erstes ein Neuroleptika oder ein anderes ohne Suchtpotenzial, als Bedarfsmedikament, damit du nicht immer gezwungen bist, noch mehr von Tavor zu nehmen. Wenn du ein anderes gefunden hast, das dir gut hilft, erst dann kannst du anfangen die Dosis Tag für Tag, Woche für Woche zu reduzieren. Es wird eine relativ lange Zeit brauchen bist du auf 0mg kommst. Aber, es ist möglich, mit deinem Willen und einem guten Arzt! - Mache dir bewusst, das es ein teufels-Medikament ist und es in deinem Wohle liegen sollte, davon runter zu kommen. Es gab mal eine gute Doku im TV, es ging um ältere Leute die kleine Mengen täglich zum schlafen genommen haben. Nach mehreren Jahren, oder gar Jahrzehnten einer kleinen täglichen Dosis machte einen Entzug für sie oftmals keinen Sinn mehr, da es kaum noch nach dieser langen Zeit möglich ist und aufgrund des Alters der Patienten nicht mehr zumutbar gewesen wäre.


    Versuche alles um dich zu entwöhnen, langsam, aber stätig und begebe dich in guten Händen.

    Alles Gute!

  • Einnahme darf nicht von heute auf Morgen beendet werden!

    Kennst du Tavor nach einer längeren Einnahme? :)

    Glaube mir, selbst wenn du es versuchen wölltest, es von heute auf morgen abzusetzen, es geht einfach nicht.

    Die Entzugssymptome sind dafür zu heftig. Das macht keiner freiwillig.

    Es geht oftmals vor allem um die Zeit, die das Tavor so sehr gefährlich macht.

    1mg über Monate oder Jahre Täglich und du gehörst in eine Klinik, da du es selber gar nicht mehr in so kleinen Schritten runter dosieren kannst und es immer noch zu erheblichen Entzugssymptomen kommt. (Nach der Doku bin ich von Tavor geheilt! - Mag es noch so ein hilfreiches Medi sein..)

  • Hallo Lilasa ,


    ich kann mich allen hier nur anschließen. Das klingt in der Tat nach einer Abhängigkeit von Benzos,

    was überhaupt kein Problem ist! Super, dass du davon weg kommen möchtest!


    Ich würde dir empfehlen in eine Klinik zu gehen und den Entzug dort stationär zu machen.
    Dort bist du unter Ärzten und Pflege, die dich tatkräftig unterstützen und auf deine Symptome achten.

    Wir hatten auf Station oft Menschen die abhängig von Benzos waren.
    Gaaaaanz ganz langsam dosiert man es dann kontolliert ab und achtet Tag für Tag darauf, wie es dir damit geht und
    ob es zu schnell ist oder du es aushalten kannst. Zudem kannst du dort Bedarfsmedikamente bekommen wie Pipamperon (Dipiperon)

    oder Promethazin (Atosil), was helfen kann die Nervösität und genau die Beschwerden zu lindern, die du in Pausen beschrieben hast.

    Therapie zur Ablenkung gibt es dort auch noch :).


    Ich hoffe es gibt eine schöne Klinik in deiner Nähe, mit einer Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen.

    Vielleicht magst du einfach mal in einer Ambulanz dich informieren lassen.


    Alles Gute auf deinem Weg!

    Und großen Respekt vor deiner Motivation damit aufhören zu wollen!

    :klee

  • Hallo ihr Lieben,


    Ich werde ab nächster Woche einen stationären tavor Entzug machen .


    Hat jemand Erfahrungen zu diesen Thema?

    Würde zb gerne wissen ob es das sofort abgesetzt wird also kalter Entzug , oder ausgeschlichen wobei ich mich dann Frage wie schnell, wenn man mit 14 Tagen im kh rechnet.


    Lilasa

  • Habe zwar noch keinen Entzug bzgl. Tavor und kenne auch keinen der das gemacht hat.

    Aber Entzug läuft eigentlich immer kalt ab. Ggf. wirst du zeitweiße mit Beruhigungsmittel lahm gelegt, wenn der Entzug zu heftig wird.

    Ich kann nur raten sich mit Lavendel und Baldrain-Tee vollzupumpen und Sport zu machen.

  • Ich habe mal zuhause einen kalten Entzug von Tramal gemacht, wo die Entzugssymptome ziemlich heftig waren und habe für die Symptome Promethazin von meinem Hausarzt bekommen, das macht nicht abhängig und hat gut geholfen. Kann mir vorstellen dass du dann auch was für die Entzugssymptome bekommst.

    Aber in einer Klinik ist ein kontrollierter Entzug natürlich viel "besser" und mehr von Vorteil!

    Ich wünsche dir viel Kraft!

  • Hallo


    Bin nun 2 wochen aus der sucht station draußen.

    Tavor wurde erfolgreich ausgeschlichen , bin seit ca 3 wochen komplett tavor frei .

    Ich nehme jetzt zusätzlich als bedarf perazin ein , hat aber nicht die gewollte Wirkung.

    Ich weiss das es blöd wäre wieder mit Tavor anzufangen aber ich kann immer nocht nicht Tavor als "schlecht" bezeichnen . Ich kämpfe jeden Tag mit mir nicht wieder anzufangen aber ich weiss halt eben auch genau wie gut es nunmal in schweren situationen hilft.

    Ich hoffe ich bleibe standhaft denn davon hängt meine ambulante und eine traumatherapie ab. Es ist einfach ein ewiger kreislauf .

  • Also ich hatte einmal auch ziemlich Entzugserscheinungen von einem Antidepressivum. Schwindel, Übelkeit und das in der Absetzphase. Die Empfehlung meines Arztes war die Tablette zu halbieren und dann nach 5- 10 Tagen ganz auszulassen. Aber das war mir zu heftig. Ich habe die Tabletten dann ungelogen halbiert, geviertelt, geachtelt usw. Dann habe ich diesen Prozess über 4 Wochen überstanden gehabt. Anders wäre es mir zu schnell gegangen.


    Aber gut dass du nun erstmal davon weg bist.