Wert des Menschen

  • Hi,

    erstmal, keine Ahnung ob das hier die richtige Rubrik ist, ich bin leider etwas überfordert mit den wahnsinnig vielen Themen und Unterthemen. Also, wäre cool, wenn ein Mod das mal prüft - Danke dafür :)
    Den Trigger habe ich gesetzt, weil ich da von mir aus ging. Mich Triggert dieses Thema im Hinblick auf depressive Gedanken und da ich keine Ahnung habe, ob ich da ein Einzelfall bin wollt ich lieber vorsichtig sein.

    Und nun zum Thema: Meine Therapeutin riet mir, mir immer wieder zu sagen, dass ich genauso viel Wert bin wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Und auch im Alltag sagt man ja oft, jeder Mensch (egal welches Alter, welche Religion, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung usw) sei genauso viel Wert wie jeder andere Mensch.

    Aber was ist ein Mensch Wert?


    Als ich das meine Therapeutin fragte guckte sie mich, gelinde gesagt, an wie ein Schaf aus der Wolle. Meine Antwort auf diese Frage deute sie als typisches krankhaftes Borderlinegerede, selber gab sie mir keine aber sie gab mir die Aufgabe mich mit anderen darüber zu unterhalten bzw andere Meinungen einzuholen. Betroffenen, "Gesunden" und überhaupt - also alle sind eingeladen ;) und ich gebe die Frage hiermit an euch weiter. Danke fürs Lesen vorab schon mal und logischerweise auch Danke, wenn sich einige Zeit nehmen und hier was schreiben.:)

    Lieben Gruß und ein schönes Adventswochenende

    Lunatic147

  • Hallo,


    ich muss ehrlich sagen, ich kann die Frage auch nicht beantworten. Wenn ich vom "Wert" ausgehe, sehe ich immer irgendwie Finanzen vor Augen und ein Menschenleben in Geld rechnen geht gar nicht. Ich stimme aber dem überein, dass man jemanden aufgrund des Alters, der Orientierung etc. nicht schlechter behandeln sollte als andere.


    LG Matier

  • Wenn ich den Wert anderer Menschen "beurteile", dann ist für mich jeder Mensch gleich viel Wert. Jeder Mensch hat z.B. die gleichen Rechte. Ein Recht glücklich und zufrieden zu sein. Jeder hat das gleiche Recht mit Respekt und Anstand behandelt zu werden.. und und und.

    Sollte ich Menschenleben retten, dann hätten alle Menschen den gleichen Wert in meinen Augen. Natürlich Kinder zuerst. Nicht weil sie mehr Wert besitzen, sondern weil sie auf Hilfe allgemein angewiesen sind und immer schutzlos (also auf Schutz eines Erwachsenen angewiesen sind).

    Jeder Mensch hat den gleichen Wert, unabhängig davon wer wieviel leistet.

    Aber irgendwie bekomme ich es nicht gebacken, dass alles auch für mich gelten zu lassen.

  • Uff, schwere Frage!

    Die Wissenschaft sagt, ein gesunder menschlicher Körper ist einen fünfstelligen Geldbetrag wert. Aber in Geld lässt sich das nicht fassen. Geld ist materiell und was den Menschen ausmacht, die Seele, ist nicht materiell.
    Alle Menschen sollten in der Gesellschaft mit demselben Respekt behandelt werden, weil sie Menschen sind, sich vom Tier unterscheiden usw. Es ist schade, dass immer noch Leute sterben müssen für das, was sie glauben. Dass Leute als Sklaven gehalten werden. Dass ihnen das Gefühl von Wertlosigkeit gegeben wird. Dass sie nur dann was wert sind, wenn sie was leisten. Wer mit diesem Gefühl aufwächst -und das kenne ich- wird seinen wahren Wert nie kennenlernen.
    Der wahre Wert jedes Menschen ist unendlich. Denn was ihn ausmacht, ist nicht von dieser Welt, weil es immateriell ist. Vor Gott sind alle Menschen gleich und für Gott sind alle Menschen gleich viel wert, weil er alle gleich liebt. Wer das nicht glaubt, überlese es bitte, aber keine Hasskommentare so kurz vor Weihnachten!

  • Ich habe mich schon oft mit der Frage beschäftigt und ich bin der Meinung das jeder Mensch gleich viel Wert ist. Dabei spielen auch werde die Religion, noch das Aussehen noch irgendetwas anderes eine Rolle. Meiner Meinung nach haben wir alle den selben Wert, weil wir alle individuell sind. Es gibt keinen Menschen der 100% wie jemand anderes ist. Natürlich wird es immer mal wieder Übereinstimmungen geben, wie zB die selbe Haarfarbe oder ähnliches. Aber niemand ist so wie der andere. Und gerade weil das so ist, sollte man jeden Menschen schätzen, auch Menschen die zB eine Straftat begangen haben zähle ich dazu, auch wenn sie dann eher negativ sind, so ändert das nichts daran das es niemanden gibt der genauso ist. Aber ich denke das ist noch mal ein extra Thema, was man abgrenzen sollte,

  • Alle Menschen sind gleich viel wert.


    Aber vom persönlichen her würde ich sagen man kann ja nicht jeden gut leiden.

    Deshalb ist mir zum Beispiel meine Freundin mehr wert als ein Mensch auf einer Parkbank den ich nicht kenne. Aber das kann sich ändern wenn ich ihn kennen lerne.

  • So, ich habe nun mit verschiedenen Menschen darüber gesprochen bzw mir deren Meinung dazu angehört und bin keinen wirklichen Schritt weiter.

    Einer meinte das es ja verschiedene Eigenschaften bei Menschen gibt die eben unterschiedlich stark ausgeprägt sind so das der eine vlt einfühlsamer ist als ein anderer, der wiederum vlt sehr kreativ ist und der nächste ist vlt wenig einfühlsam aber dafür hilft er vlt gern und unterm Strich würde es darauf hinauslaufen, das alle so ihren Wert erreichen. Damit kann nicht wirklich etwas anfangen und auch nicht so recht dran glauben. Klar hat jeh nach Blickwinkel und Betrachtungsweise jeder Stärken und Schwächen aber das diese in Summe nun immer das Selbe/den selben Wert ergeben sollen klingt für mich nicht sonderlich überzeugend...

    Jemand anderes im Theologiestudium meinte, das ein Fixum des Wertes des Menschen die Würde sei. Die dimensionslos, also immer gleich, ist und die jeder Mensch hat. Also kann der Wert niemals = Null sein, denn er ist immer mindestens die Würde. Die bekommt man praktisch als Willkommensgeschenk bei der Geburt dazu, allein deshalb, weil alle Menschen von Gott gewollt sind und jeder Mensch einzigartig ist und eben Mensch ist. Unabhängig von Gott ist ja auch in unserem Grundgesetzt geschrieben, das die Würde des Menschen unantastbar ist - also, das man sie nicht verlieren bzw verringern/vergrößern kann durch Taten oder andere Menschen. Der Rest des Wertes sei eher subjektiv...also was mir ein Mensch Wert sein kann wie ein Freund, das eigene Kind usw.

    Ich selbst kann mit diesem Fixum der Würde ganz gut mit gehen, dazu gefällt mir auch die Aussage, das alle die selben Rechte haben sollten was sich ja daraus ergibt (oder eben als weiteres Fixum oben drauf geschlagen), theoretisch zumindest. Praktiziert wird es ja in unserer Gesellschaft global gesehen leider nicht. Da ich mir über den Rest auch noch nicht im klaren bin bleibt mir nur mich genauer auszudrücken und ansonsten eher die Aussage, das jeder Mensch gleich viel Wert ist als eine Art Floskel zu betrachten. Vlt wurde aus "Würde" sprachhistorisch betrachtet irgendwann das Wort "Wert". Ich habe keine Ahnung.


    Ich weiß nur, solange ich den Wert von dem da gesprochen wird für mich nicht genau definieren kann und mir auch sonst niemand den nennen kann (von denen die ich frage), kann ich auch nicht wissen ob ich darunter oder gleich auf liege. Mich also nicht wertlos oder minderwertig einschätzen.

    Danke nochmal für eure Antworten :)

  • Wert? Was ist Wert?

    €,cm,mm,Km,Byte,Bit was ist Wert? Evtl. Anzahl. Dann ist jeder Mensch 1. Und keiner wäre nichts... demnach ist jeder 1 Wert und jeder ist gleich Wert. Oder zählst du Menschen die es nicht Wert sind als "0"? Oder ein schlechter Mensch ist, als 0,5?

    Egal wie du bist du bist 1 und jemand der "Groß und Mächtig" ist zählt auch nur 1.

    Hört sich echt blöd an, aber so sehe ich das...

  • Mal abgesehen von Schwerverbrechern: Was ist mit Menschen, die aufgrund von irgendeiner Art von Behinderung nicht in der Lage sind, Gutes oder Böses oder Kreatives oder sonstwas zu leisten? Wenn du mit Blick auf "nicht leistungsfähige Menschen" von etwas anderem als der grundsätzlichen und deshalb auch im Grundgesetz verankerten Würde jedes Menschen ausgingest, würde dich das ethisch ganz gefährlich in die Nähe von gewissen Leuten rücken, die unsere gesamte Nation möglicherweise für alle Zeiten weltweit in Verruf gebracht haben.


    Übrigens ist der Gedanke der unantastbaren Würde, soweit ich weiß, keineswegs "unabhängig von Gott" zu denken, weil die christlichen Grundwerte bei dessen Formulierung eine große Rolle spielten. Und ich persönlich hätte mein meiner damaligen Überzeugung nach völlig wertloses Leben vor etwa dreizehn Jahren in die Tonne gekloppt, wäre ich nicht auf sehr eindrucksvolle Weise daran erinnert worden, dass es EINEN gibt, der mein Leben und mich als Person, als ausgesprochen wertvoll betrachtet.

  • Lessing sagte einmal: "Nicht die Wahrheit in der ein Mensch ist oder zu sein vermeint, sondern die aufrichtige Mühe, hinter diese Wahrheit zu gelangen, bestimmt den Wert des Menschen."
    Für mich gibt es KEINE, aber überhaupt keine Unterschiede im Wert eines Menschen. Ob ich was mit ihm anfangen kann oder nicht, ist eine andere Frage, aber das liegt an MEINER Subjektivität und nicht an der Seinen.
    Runter gebrochen könnte man sagen, wenn man versucht sein Bestes zu geben, ist doch allet in Butter. Fehler sind menschlich. Rückschläge natürlich und ich glaube jeder ist auch schon mal ein paar Ehrenrunden im Kreis gelaufen.
    Dieses aneinenader messen in welchen Belangen auch immer, empfinde ich als wirklich schrecklich... Selten kommt da was wirklich Konstruktives bei rum. Eher beim, "an etwas orientieren".