Komme aus einer 6monatigen BL-Partnerschaft, suche Rat und Umgang damit

  • Hallo an alle,


    ich darf mich kurz vorstellen, mein Name ist Stéphane, ich bin 32, wohne in Österreich.

    Kurz zu meiner Person, ich passe was ich bisher gelesen habe gut in das "typische" Partnerschema - also nicht unbedingt der beste Selbstwert und ich tendiere dazu auch die Schuld zuerst bei mir zu suchen, kann mich auch nicht wirklich glaubhaft loben, ohne es im Nachsatz auch wieder zu relativieren... so in diese Richtung halt. Bin aktuell auch nach der Trennung wieder in Therapie gegangen. Ich nehme aktuell 100mg Trittico täglich. Ich liebe Musik und Reisen, spiele Gitarre, fotografiere semiprofessionell....


    Jetzt zu meiner Ex-Freundin: Sie ist 28, hat 4 Schwestern (sie ist alterstechnisch die in der Mitte) seit 1,5 Jahren diagnostizierte Borderlinerin, leidet auch unter extremer innerer Unruhe, rein körperlich gesehen. Sie hatte einen Aufenthalt in der Psychatrie, danach Tagesklinik, gefolgt von 2 Reha-Aufenthalten in Passau - wichtige Information nebenbei, sie ist auch meine Arbeitskollegin und ich sehe sie somit täglich. Medikation ist soweit ich informiert bin folgende: Serotonin-Aufnahmehemmer (Trittico) und Seroquel (Neuroleptika) und Bedarfstabletten für Akutfälle. Die Person, die sie jetzt ist, hat eigentlich nichts mit der Person zu tun, die sie vor der Diagnose war. Sie war ein "Partygirl", war oft betrunken, instabile Partnerschaften, sexuelles Risikoverhalten, chronisches Gefühl der Leere, Suizidgedanken seit dem sie auf der Welt ist, all das rührt laut ihrer Erzählung aus ihrer Kindheit, sexuellen Missbrauch kann sie ausschließen. Da waren halt solche Sachen dabei, der Vater bedrohte die Mutter beim gemeinsamen Ausflug mit einem Messer, sie sind in der Nacht vor dem Vater geflohen (da war sie ca. 5,6), der Freund Ihrer Mutter danach war Alkoholiker und Kiffer, kurzum, sie hatte eine schlechte Kindheit und musste sehr früh Verantwortung übernehmen, auch kann ich mir gut vorstellen, dass ihre Mutter in den ersten Jahren nicht wirklich konstant für sie da war.


    Wir lernten uns Anfang 2017 kennen, genau zwischen ihrem ersten und dem zweiten Reha-Aufenthalt.

    Wir waren uns sofort sympathisch, Sie hat deutliches Interesse an mir gezeigt, hat mich zuerst auf Facebook hinzugefügt und wir sind dann kurz darauf auf mehrere Kaffees gegangen. Sie hat mich von Anfang an aufgeklärt und war offen zu mir, und mich hat das auch nicht abgeschreckt, ich habe diese Offenheit toll gefunden, wir haben eigentlich viel über unsere Probleme gesprochen.

    Nachdem sie zu diesem Zeitpunkt schon in 1 Jahr in Therapie war wollte sie die Sache langsam angehen und auf jeden Fall den zweiten Reha-Aufenthalt abwarten, sie kennt ja ihre bisherigen Verhaltensmuster und für mich war das natürlich auch ok. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon etwas miteinander, waren allerdings nicht offiziell zusammen, allerdings war uns beiden klar, dass es in diese Richtung gehen sollte. Sie war auch zu diesem Zeitpunkt seit einem Jahr Single, weil sie eben wusste, dass Beziehungen zu diesem Zeitpunkt nicht optimal für sie sind. Ich habe Sie auch in Passau auf Reha ein Wochenende besucht.

    Nach der Reha hat sie mich dann auch gefragt, ob wir denn jetzt zusammen wären, was ich überglücklich bejahte. Die erste Zeit war eigentlich problemlos, keine großartige Glorifizierung oder Idealisierung wie man oftmals liest, einfach eine schöne, normale Beziehung. Ich habe es für meinen Teil daher auch nicht "für nötig" gehalten mich tiefergehend mit Borderline-Thematik zu beschäftigen, ich war glücklich mit ihr.

    Nach ca. 4 Monaten hat sie beschlossen, ihre Neuroleptika eigenmächtig abzusetzen, was ich natürlich auch "akzeptiert" habe (natürlich, was denn auch sonst) - es ist für mich allerdings kein Zufall, dass es zu diesem Zeitpunkt angefangen hat, schwieriger zu werden (ich möchte hier bitte nicht die alleinige Schuld auf das Absetzen schieben, natürlich gab es auch noch andere Faktoren). Es haben so seltsame Diskussionen angefangen, wo mir im Endeffekt am Ende nicht klar war, worum es eigentlich gegangen ist?


    Bsp: Wir schauten gemeinsam Fargo (TV-Serie), üblicherweise ist sie aufgrund der Neuroleptika vor mir eingeschlafen und ich habe halt noch 1-2 Folgen fertig gesehen, die hat sie bis zu unserem nächsten Treffen nachgeschaut und dann gings wieder weiter. Dann haben wir uns ein paar Tage nicht gesehen, und sie hatte sich die komplette 2 Staffel schon fertig angesehen. Ist ja auch kein großes Ding, ich habe nur beiläufig erwähnt, dass ich es nett gefunden hätte, wenn sie auf mich gewartet hätte. Daraus ist dann eine DIskussion entstanden, die das ganze Wochenende ruiniert hat, ohne Conclusio, ich bin nur zurückgeblieben und habe mich gefragt, warum diese Diskussion jetzt so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist. Einfach im Kreis drehen.


    Dann gab es zwei merkwürdige Momente.

    1.)

    SIe war schon bei mir zuhause und ich bin von der Arbeit heimgekommen, alles dunkel, sie lag im Bett. Ich dachte mir schon, dass etwas nicht passt, habe mich zu ihr ins Bett gelegt und Biergeruch wargenommen (ansich kein Problem, ausser man hat die Diagnose Alkoholmissbrauch), habe sie aber nicht darauf angesprochen. Ich bin also im Bett und sie zieht mich sofort her und wir hatten wunderschönen, intensiven Sex. Danach sind wir auf den Balkon gegangen und haben eine Zigarette geraucht. Draussen stand dann auch die leere Bierdose.... auf dem Balkon hatte sie dann einen Anfall, sowas kannte ich von ihr nicht. Sie fing an unkontrolliert zu zittern und schlitterte in einen Heulkrampf. Sie war nichtmal in der Lage sich den Rotz von der Nase zu wischen, somit bin ich 30Minuten neben ihr gesessen und habe ihr immer wieder Tatüs unter die Nase gehalten und den Rotz aufgefangen. Nachdem dieser Moment vorbei war folgte auch nicht wirklich eine Erklärung, ich war einfach nur froh, dass es ihr wieder besser geht.


    2.)

    Sie hatte einen total schlechten Tag in der Arbeit, nachdem wir Kollegen sind ist mir das natürlich sofort aufgefallen, bei einer gemeinsamen Zigarette offenbarte sie mir dann, dass sie in der Garage im AUto gesessen ist und 15Minuten überlegt hat, ob sie wieder nach Hause fahren sollte. Ich habe ihr dann einfach um sie aufzumuntern einen doofen Schüttelreim a la "roses are red, violets are blue .." rübergebracht, brachte natürlich nichts, also hab ich mich den Rest des Tages zurückgehalten, denn ich wusste sie hatte noch ihre Therapiestunde am selben Tag, diese endete normalerweise um 19h. Ich habe mich aus Rücksicht erst gegen 21h gemeldet... "alles ok?" keine Antwort.... 21.30h "alles ok? mache mir sorgen" keine Antwort. Ich weiß, dass sie keinen Alkohol zuhause hat, aber mit meinem Wissen kann ich ja nicht ausschließen, dass sie betrunken irgendwo liegt und sich doch überlegt, ihrem Leben ein Ende zu setzen, trotz der Tatsache, dass sie Verträge mit 4 Personen hat, dies nicht zu tun und vorher anzurufen. Jedenfalls habe ich dann um 21.45h angerufen, sie hob nicht ab. Als Antwort kam nur eine Nachricht "Brauche Zeit für mich und Abstand". Ich verstand natürlich die Welt nicht, habe ihr aber klarerweise den Abstand gegegeben. Es folgten 4 Tage kein Kontakt, nur sporadisch eine Nachricht von ihr "denke an dich" oder sowas in die Richtung. Nach 4 Tagen wollte sie mich dann wieder sehen, und ich wollte (Fehler retrospektiv) ein Gespräch, was denn passiert war - weil ich kannte mich einfach nicht aus! Sie war nicht begeistert, hat aber dennoch mit mir darüber geredet, aber auch da, kein wirkliches Conclusio, ich konnte danach auch nicht sagen was passiert war. Sie meinte "es war ein Rückfall in die Vergangenheit aus dem Sie sich mühsamst wieder rausgekämpft hat".


    Danach war eigentlich alles wieder großteils in Ordnung.

    Sie war dann die 1,5 Wochen vom ca. 14-23.07.17 auf Urlaub, wo wir uns auch nicht gesehen haben. Die ersten paar Tage war sie mit der Familie in Weimar eine Schwester besuchen, den Rest der Woche im elterlichen Ferienhaus bei Salzburg. Wir haben geschrieben und ab und an telefoniert, haben uns vermisst, sie hat mir sogar aus Weimar etwas mitgebracht, der Plan wäre gewesen, dass ich die letzten 2 Tage - sofern es von der Arbeit geht - nach Salzburg nachkomme, leider habe ich allerdings nicht frei bekommen, sie hat das aber verstanden, zmd. laut Ihrer Aussage, war also nicht enttäuscht, hätte sich aber gefreut mich zu sehen. Sie kam also am Sonntag zurück und der Plan war, sich Montags nach der Arbeit zu sehen und gemeinsam Essen zu gehen. Wir haben uns Montag morgen in der Arbeit gesehen, und sie hat mich proaktiv hergezogen und geküsst (was untypisch für sie ist, weil sie Arbeit und privat strikt trennt). Ich kam also nach der Arbeit zu ihr und wir haben dann, weil sie Kopfweh hatte und das Essen schon fertig war, bei ihr gegessen, ist ja kein Ding. Wir hatten den schönsten Abend, gemeinsam gegessen, Fotos vom Urlaub angesehen, sie hat mir das Mitbringsel aus Weimar gegeben, danach waren wir noch auf der Couch und mir ist schon ein bisschen merkwürdig vorgekommen, dass sie mich so lange streichelt, hat mich aber natürlich primär gefreut, was denn sonst. Wir sind dann noch im Sonnenuntergang spazieren gegangen, und da hat sie mir dann auf einmal eröffnet, dass sie im Urlaub nachgedacht hätte, und sich nicht sicher wäre ob das Problem ich oder die Beziehung wäre. Ich bin natürlich aus allen Wolken gefallen, warum haben wir gerade 3h schönen Abend verbracht, wenn sie Schluss machen will, und das noch in so einer Situation?! Ich hab sie dann im Zuge des Gespräches leider (wieder Fehler) 3x gefragt, ob das endgültig sei, weil ich nach wie vor nicht verstehe, was passiert ist. Beim dritten mal hat sie dann ja gesagt, mich dabei aber nicht mal ansehen können. Danach bin ich gefahren.

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  • Wir sich jeder vorstellen kann, waren die ersten 2 Tage in der Arbeit die Hölle, wir haben beide versucht uns in Luft aufzulösen, gelang natürlich nicht. In diesen 2 Tagen hat mir das keine Ruhe lassen, und ich habe alles zu dem Thema aufgesaugt, was ich gefunden habe, inkl. 2 Fachbüchern („Ich hasse dich, bitte verlass mich nicht“ und „Zerrissen zwischen Extremen“). Das hat mir ungemein geholfen zmd. nachvollziehen zu können, was passiert ist. Es ist auch für mich jetzt kein Zufall mehr, dass sie nach einem Urlaub Schluss gemacht hat, Stichwort Objektkonstanz. Wir hatten beim Reha-Aufenthalt unbewusst etwas richtig gemacht, sie hatte einige Sachen von mir dabei. Das war dieses Mal nicht der Fall. Zusammen mit den Problemen, die wir in letzter Zeit hatten (Diskussionen) hat wohl die Spaltung/Abwertung eingesetzt, die deutlich gesteigerte Zärtlichkeit kurz vor dem Schluss machen war wohl ein letzter Versuch "irgendetwas" zu spüren, das war für sie nicht da/greifbar, daher die Flucht und das Ende der Beziehung. Ich mache mir schon Vorwürfe, dass ich nicht früher diese Bücher gelesen habe, weil ich dadurch viele Situationen die wir hatten anders sehe und auch anders damit umgegangen wäre. Ich mache mir wirklich unendlich viele Vorwürfe dafür, "du hättest es abwehren können".


    Durch dieses Wissen habe ich allerdings am 4ten Tag die Opferrolle verlassen und bin wieder aktiv auf sie zugegangen. Ich habe ihr gesagt, und das meine ich auch verdammt nochmal so, dass sie eine wundervolle Person ist und dass mir aktuell nichts anderes übrig bliebe, als die Situation zu akzeptieren, ich mich aber nich grundlos in sie verliebt hätte. "Du bist ein guter Mensch", habe ich ihr gesagt, ich bin nicht böse auf dich, das einzige, das ich nicht verstehe ist, wie die Gefühle auf einmal weg sein können, worauf sie mir entgegnete, dass die Gefühle nicht weg wären. es war ein total herzliches, inniges Gespräch, wir beide haben uns einfach nur gefreut, dass wir wieder miteinander reden, und am Ende folgte eine lange Umarmung. Wir hatten uns ausgemacht uns kommende Woche (das war der 02.08., somit letzte Woche, einen Tag nach meinem Geburtstag, juhu) zu treffen, zum Reden und um die Sachen auszutauschen.


    Somit haben wir uns getroffen, ich habe ihr alles erzählt, was ich in der Zwischenzeit getan hatte, ich hatte intensiven Kontakt mit Suzana Pavic (VIELEN DANK für Ihre tolle Hilfe!), habe Bücher gelesen, etc, habe aufgrund der neuen Informationen meine Theorie erzählt (eben Objektkonstanz, Abwertung, etc), habe ihr nochmal gesagt, dass ich nicht böse bin, dass sie ein guter Mensch sei und dass ich sie VERSTEHE. Sie ist so ein toller Mensch. Und sie hat gelacht und gemeint "Du bist verrückt!" (positiv gemeint!), weil sowas würde ja niemals wer machen. das gesamte Treffen war geprägt von Ambivalenz, sie meinte sie würde mich auch nach Hause mitnehmen, aber "das wäre aktuell keine gute idee", Conclusio war aber, dass sie mir die Sachen zurück gegeben hat und gemeint hat, es wäre größtenteils zu früh für etwas ernstes, sie wolle sich wieder mehr auf sich und sich selbst kennenlernen konzentrieren und da waren auch 1-2 Sachen wo sie der Meinung wäre, dass wir nicht so gut zusammen passen (das waren aber "nur" die Diskussionen, das hat mMn. nichts mit uns zu tun). Das tat weh. Ich hatte ihre Sachen nicht dabei, weil ich ihr einen normalen, reibungslosen Weg in die Beziehung zurück ermöglichen wollte, das wollte sie aber nicht. Sie möchte aktuell einen klaren Schnitt, jeder hat seine Sachen wieder. Wir haben uns dann auf den Minimalkonses geeinigt, weiter ungezwungenen Kontakt halten und gemeinsam Sachen zu machen, die uns Spaß machen, mit allen Optionen, ich kann die Sache nicht so stehen lassen! Ich weiß, dass da noch was ist, dass das nicht das Ende sein kann einfach. Die Verabschiedung war dann auch wieder total ambivalent, wir haben uns 2x lang umarmt und beim zweiten Mal hat sie schon daran gedacht mich zu wieder zu küssen, ist dann aber doch weggegangen.


    Jetzt bin ich aktuell auf Urlaub und ich weiß nicht wirklich, wo mir der Kopf steht. ich gehe wieder in Therapie, erstens wegen mir, zweitens um die Sache zu verarbeiten und zu verstehen. Ich weiß, dass es ihr aktuell nicht unbedingt gut geht, sie hat wieder vermehrt Lust auf Alkohol, auch die chronische Leere ist aktuell sehr stark in ihr.

    Ich weiß nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Aktuell kann ich wohl nichts machen, aber ich möchte diesen Weg weiter gehen. Ich weiß, dass sie nicht anders konnte, ich bin ihr auch nicht böse, ich möchte mir ihr Wachsen, ihre Konstante sein..... ich fühle mich (unsicher, aber doch) bereit, diesen Weg mit ihr zu gehen....ich habe keine Angst vor ihr, sie ist so ein liebenswerter Mensch...andererseits kann ich sie natürlich nicht zwingen, wieder mit mir zusammen zu sein.


    Ja, das ist ein riesen Text, ich weiß, aber die Geschichte ist nötig.... es geht mir aktuell ziemlich schlecht damit, ich habe das Gefühl, dass ich es verhindern hätte können, ich habe Redebedarf und gelange irgendwie an wenige Leute, die fundierte Aussagen dazu treffen können....vielleicht wäre ja auch eine Borderlinepersönlichkeit bereit dazu, hier ihre Meinung abzugeben....ich fühle mich apathisch hilflos und rauche 2 Packungen Zigaretten pro Tag seither. Ich bin auch gerne bereit dazu über Skype oder ähnliches Feedback zu bekommen, textlich ist es ja auch nicht das Einfachste, ist mir bewusst. Ich spüre ja, dass es das nicht war, warum sollte sie sonst sagen, dass die Gefühle nicht weg wären, gepaart mit dieser Ambivalenz bei den Treffen…. Das kanns doch noch nicht gewesen sein, nach 6 Monaten…? Ihre Mauer ist aktuell oben…. Und ich sags wies ist, ich habe sehr große Angst davor, dass der neue weiße Prinz mich abgelöst hat. Aber rational spricht nichts dafür, auch mein Bauchgefühl glaubt nicht daran, das ist meine Gedankenspirale, das wäre auch total entgegen Ihrer Aussage, sich selbst weiter kennenlernen zu müssen…. Ich brauche Hilfe...


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit....


    Nachtrag: Fr. Pavic meinte auch, wenn Borderlinepersönlichkeiten weg sind, dann reden sie auch nicht mehr mit einem und sind "einfach nur weg", tw. sogar mit Ekelempfinden. Daher auch meine Hoffnung, dass es keine "vollkommene" Spaltung bzw. Abwertung war und dass es mit Zeit und meinem neuen Wissen wieder werden kann.

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  • Hallo Stephane

    Hat keiner irgendeinen Input dazu?

    Nein, leider nicht wirklich.

    Aber vielleicht wäre es gut, sich daran zu halten, also ihren Wunsch zu respektieren und nun nur auf sich selbst zu schauen (sozusagen diese Übergangszeit oder was immer das sein soll, für dich zu nutzen).

    Schuldgefühle musst du absolut keine haben, ich hoffe, dass dir das in der Therapie klar wird.

  • Hallo Stephane


    Ich habe mich auch durch deinen langen Text gekämpft.


    Mich stört bei solchen Beziehungsgeschichten immer, dass der Partner irgendwie nur noch als Borderliner wahrgenommen wird, dem man unbedingt helfen muss. So wie es sich liest, möchte sie aber gar nicht, dass du ihr hilfst. Sie möchte momentan eine Auszeit haben. Was du anscheinend nicht akzeptieren kannst. Zum Einen weil du sie liebst (okay das ist hart). Zum Anderen, weil du sie gar nicht ernst nimmst, weil sie ja angeblich als Borderlinerin diesbezüglich nicht ernst genommen werden kann. Und DAS finde ich eben irgendwie nicht richtig. Auch wenn man Borderline hat, kann ist man durchaus in der Lage zu entscheiden, ob man mit jemandem zusammen sein möchte oder eben nicht.

    Es könnte ja auch sein, dass sie wirklich eine Pause haben möchte, aber sich nicht getraut, weil du ja ganz offensichtlich sehr an ihr hängst und ohne sie nicht klarkommst... :/


    Fakt ist, dass du ihre Entscheidung nicht ändern kannst.

    Du kannst nur deine Einstellung dazu ändern- so weh das tut.


    Und wenn sie gerade eine Pause braucht, ist es wohl am besten, du gibst euch diese Pause. Und nützst diese für dich- damit DU wieder klar kommst.


    LG

  • Hallo Constanze & Samtpfote!


    Danke für eure Anworten! :)

    Naja, ich habe mich ja genau daher vorher (vor dem Ende) nicht wirklich eingelesen, erst danach... und da erkenne ich natürlich einige Parallelen zur Borderline-Beziehundsdynamik - ist ja auch nicht verwunderlich, mehr nicht. Vorher wäre ich ja nicht auf die Idee gekommen, sie auch nur irgendwie darauf zu reduzieren, das kam evtl. falsch rüber - ich kannte mich nur nicht damit aus, was aber doch irgendwie notwenig ist mMn. ... und natürlich gebe ich ihr die Pause, bleibt mir sowieso nichts anderes übrig....ich will ihr "ja garn nicht helfen", dass das nicht geht, habe ich sowieso schon eingesehen. Ich nehme sie sehr wohl ernst... ich achte jetzt bisschen auf mich, aber abschließen kann ich noch nicht damit, weil ich sonst ja die "Tür zumachen würde"...


    Ich bin einfach an dem Standpunkt angelangt: Trennen kann man sich immer noch, aber die Zeit zurück drehen kann keiner...