Die Straße als Heimatort!

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    • Die Straße als Heimatort!

      Hey Leute,
      Wollte euch mal fragen, ob ihr schon mal auf der Straße gewohnt habt?
      Hat es euch gut getan oder gefallen? o.o?
      Was habt ihr für Erfahrungen gesammelt?

      @me
      Ich wahr 2 Jahre mit meinem Bruder auf der Straße...konnte nache einer weile
      In ein Wohnheim ziehen....mitlerweile hab ich meine eigene 2 Wohnung.
      An Erfahrungen hab ich sehr viele gemacht...bin aber auch leider viel abgerutscht...
      ...aber jetzt hab ich es hin bekommen, mein abi zu haben.

      ...bin auch sehr froh dort weg zu sein. Aber es wahr seine Erfahrung wert!
      Ich fühle mich nicht alt, weil ich so viele Jahre hinter mir habe,
      sondern weil nur noch so wenige vor mir liegen.

      Ein Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anke ()

    • Hallo Anke,

      ich bin froh, dass ich noch nie auf der Straße leben musste, stelle mir das echt schlimm vor.
      Wie kam es denn bei dir dazu?
      Bist du von Zuhause abgehauen?

      Ich finde, heutzutage muss niemand mehr auf der Straße leben, in Deutschland gibt es doch genug Hilfen, oder?

      Liebe Grüße, Zero :)

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Die Strasse als Heimat? Ich glaube nicht dass man es so bezeichnen kann und sollte. Ich denke die wenigsten Menschen ziehen freiwillig ohne festen Wohnsitz. Platte ist heute auch was anderes als vor mehr als 35 Jahren.

      Ich kann auch nicht glauben das Obdachlos einem gut tun kann oder gar, wirklich, gefällt.

      Platte ist heute auch was anderes als vor mehr als 35 Jahren. Das „soziale Netz“ und seine „Möglichkeiten“ scheinen heute besser zu sein.

      Krach mit der Mutter und dann war die Türe zu. Was machen? Klauen gehen? Oma die Tasche abnehmen oder Anschaffen? Die Frage kommt spätestens mit dem Hunger und der Müdigkeit. Damals konnte man noch im Bahnhofsrestaurant übernachten, wenn man ne Fahrkarte hatte. Sonst bleibt nur ein Klo, ein Gerüst, ein Parkhaus … . Hinter der Plane auf dem Gerüst ists schon toll, wenn Klimaanlage warme Luft abbläst, Heizung und Regenschutz.

      Gut, ich hab mich für Freier entschieden. Taschengeld, Essen, ein Bett und Fernsehen. Aber wie erträgt man den Ekel? Wie geht man damit um, wenn sich jemand die Beinprothese abschnallt? Kann man das alles ohne Drogen wegstecken?

      Nach ner Zeit konnte ich mich in ne WG einmieten. Von da ging es dann bergauf und plötzlich gab es auch Hilfe vom Amt.

      Die zweite Obdachlosigkeit war geplant und geregelt. Meine Habe hab ich vorher in ein Lager gebracht. Geld hatte ich auch. Fürs Anschaffen war ich mit 30 eigentlich auch schon zu alt. Es ging damals um den Wechsel in eine andere Stadt und um den Beweis, man kann es schaffen. Leider hat auch die Liebe, für die ich o. f. W. war, nicht lange gehalten. Es gab auch schon die Übernachtungsstelle der Heilsarme und bin auch schnell in einer Wohneinrichtung für wohnungslose Süchtlinge untergekommen. Schnell in Arbeit, war ja auch ne Auflage für Wohnen im Heim und auch innerhalb von nem Jahr in ne Wohnung.
      Ecken und Kanten, dazu steh ich, mit meiner Meinung.
      Überzeug mich ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Peter ()

    • Bin damals einfach ausgerissen...
      ...hatte auch dicke Luft an meiner 1sten Berufsschule + eine Suspension = knapp an einem
      Rausschmiss vorbei gekommen. Dazu Kamm noch der Ausbruch mit dem bps, das kiffen, das trinken,
      Stress mit meinen Eltern, dass sie einfach immer reingeplatzt sind ins Zimmer obwohl wir das nicht wollten etc....

      ...wahr schon krass damals!!
      Wusste auch nicht mehr weiter...aber jetzt ist die halbe Sache schon vergessen und verarbeitet.
      --------------- 22. März 2016, 14:41 ---------------
      :hal
      da der beitrag schon etwas länger im Forum ist,
      wollte ich noch mal fragen,

      ob noch jemand sowas erlebt hatte?

      LG
      Ich fühle mich nicht alt, weil ich so viele Jahre hinter mir habe,
      sondern weil nur noch so wenige vor mir liegen.

      Ein Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.
    • Also meine Obdachlosigkeiten waren niemals so lange - und richtig erinnern kann ich mich daran auch nicht mehr, weil ich alles mögliche Konsumiert hatte. Ansonsten hätte ich es nicht ertagen ... und das sagt eigentlich schon alles aus!

      Noch schlimmer allerdings war es das knappe Jahr im Männerwohnheim. Dort war es so schlimm (regelmäßige Gewaltausbrüche, Diebstahl und diese ewig sexualisierten, rassistischen, aggressiven und völlig geist- und herzlosen Reden, die da stets geschwungen wurden), dass ich mir ein paar Mal überlegt hatte (im Sommer), mit einem Zelt in den grünen essener Stadtteil zu ziehen. Hingegen hatte ich weder ein Zelt, noch das Geld, mir eins besorgen zu können.

      Naja - seit einem knappen Jahr bewohne ich jetzt mit meiner Katze endlich wieder eine eigene Wohnung. Und das sollte sich bitteschön auch niemals wieder ändern :good
      Brüder! Über'm Sternenzelt
      Muss ein lieber Vater wohnen.
      Ihr stürzt nieder, Millionen?
      Ahnest du den Schöpfer, Welt?
      Such' ihn über'm Sternenzelt!
      Über Sternen muss er wohnen.

      (F. Schiller)