Todesstrafe

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    • Todesstrafe

      Hallo zusammen,

      wie steht ihr der Todesstrafe gegenüber?
      Findet ihr, dass es Fälle gibt, in denen sie gerechtfertigt ist? Oder meint ihr, dass Leute, die die Strafe durchführen, selbst Mörder sind? :saint:

      Liebe Grüße, Zero :wave:

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Persönlich halte ich diese Frage nicht für diskussonswürdig!

      Es ist ein Glück das sich derzeit diese Frage bei der Rechtsordnung in Detschland nicht stellt. Eine Meinung habe ich dennoch. Ich lehne sie ab. Fehlurteile sind menschlich und es gibt sie. Auch glaube ich nicht an die abschreckende Wirkung von Sanktionen. Ich denke hier schon allein an die Misschtung von Regeln im Strassenverkehr ...

      In der Rechtsprechung gibt es nicht umsonst den Unterschied zwischen Mord und Totschlag. Ist Abtreibung Mord? Auch die Frage müsste dann gestellt werden und nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können.
      Ecken und Kanten, dazu steh ich, mit meiner Meinung.
      Überzeug mich ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Peter ()

    • Wenn ich die Frage nach der Todesstrafe beantworten muss: Definitiv bin ich dagegen!

      Jemand, der schreckliches und verabscheulichendes getan hat, ja, der zweifelsfrei eine ordentliche Strafe verdient! In Deutschland gibt es ja zum Glück die Todesstrafe nicht mehr, aber ich appelliere daran, das rechtliche System und deren Konsequenzen mal zu überarbeiten. Wo wir beim Thema wären: Wie kann es sein, dass finanzielle Delikte krasser bestraft werden als die, die ein Menschenleben oder gar Missbrauch mit sich ziehen? Leute, aufwachen!

      Back to Topic:
      Wenn wir die Todesstrafe befürworten, sind die, die es vollziehen und bewilligen, nicht besser als der Verurteilte!!
      "Was Gott verbunden hat. das darf der Mensch nicht trennen"

      <3

      28. März 2015










    • Deep_Inside schrieb:

      .. Wie kann es sein, dass finanzielle Delikte krasser bestraft werden als die, die ein Menschenleben oder gar Missbrauch mit sich ziehen? ..
      Ich würde mich jetzt vielleicht etwas weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass es schlicht und ergreifend daran liegt, weil Geld und Macht heutzutage eine höhere Priorität haben als ein Menschenleben.


      Ich finde die "Strafen" bei Missbrauch sowieso sehr fragwürdig, wenn teils nicht sogar lächerlich.
    • Bin gegen die Todesstrafe.

      Viele Gewaltverbrechen, die durch die Medien gehen, Strafe, sind so grausam...wenn es da überhaupt eine Steigerungsform gibt...da gibt es keine Strafen, die das, was den Opfern angetan wurde, aufwiegt.
      Auch der Tod nicht.
      Lebenslang einsitzen find ich ist eine härtere Strafe.
      "Drum prüfe wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet."

      ..."Das Lied von der Glocke"; von Friedrich von Schiller
    • Sieht man davon ab, dass es Irrtumswahrscheinlichkeiten gibt und der Tod eine endgültige Vollstreckungsmaßnahme darstellt, so kann die Todesstrafe bei einigen als ein erweiterter Suizid betrachtet werden, wenn dem Täter bekannt ist, dass der Staat so darauf reagieren wird. Andere könnten erst recht über die Strenge schlagen, denn eine härtere Strafe als den Tod sehen viele Rechtsstaaten nicht vor. In den USA scheint die Strafe wenig abschreckend zu wirken, sie führt sogar zu Aufmerksamkeit. Wenn der Täter wegen eines Tötungsdeliktes zum Tode verurteilt wird, dann wird im Namen der Öffentlichkeit das vollstreckt, wogegen der Täter zuwider gehandelt hat. Der Vollzug eines Todesurteils macht die Tat nicht ungeschehen.

      Der Codex Hammurabi, das Talionsprinzip hat im engeren Sinne Sachrecht geregelt - Auge um Auge, Zahn und Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß ... In Sippen hat früher noch Blutrache geherrscht. Mit dem Wachstum von komplexeren Gesellschaften wurde der Entschluss gefasst, das Strafrecht zentral zu organisieren, um Fehden zu vermeiden.
    • Ich bin auch gegen die Todesstrafe, aus den Gründen, die ihr schon genannt habt. Mord durch staatliche Hand ist einfach grenzwertig, wer sind wir, dass wir über das Leben anderer entscheiden? Wenn der Täter es nicht tun sollte, warum dann wir? Es werden zuviele Fehler gemacht, es gibt schlimmere Strafen, und interessanterweise gehen genau in den Staaten, in denen es die Todesstrafe gibt, tendentiell eher auch Leute ins Gefängnis, die einfach nur der Regierung nicht gepasst haben...

      Ich habe seit fast drei Jahren einen Brieffreund über die Iniative gegen die Todesstrafe mit einem Mann, der in Alabama im Todestrakt sitzt. Ich weiß, dass er fünf Menschen ermordet hat und stelle auch nicht die Frage, ob er nicht vielleicht doch unschuldig ist. Aber ich weiß eben auch noch viel mehr über ihn. Er ist mehr als seine Tat.

      Sie ist nicht mehr rückgängig machen, aber wir können uns die Frage stellen, ob wir Menschen in unserer Gesellschaft komplett fallen lassen oder mit ihnen arbeiten. Mein Brieffreund wurde von der Gesellschaft von dem Moment an fallen gelassen, in dem er geboren wurde. Er hat viel zu oft gelernt, dass Menschenleben keinen Wert haben, vor allem seins nicht. (20 seiner Kindheitsfreunde sind ermordet worden, mehrere seiner Brüder, sein Sohn - hat die Polizei auch nur einen Mörder gefasst? Nein, warum auch, die Opfer waren ja schwarz...)

      Er hat eine furchtbare Tat begangen ohne lange nachzudenken, ohne die Absicht, grausam zu sein. Aber anstatt jetzt 20 Jahre lang von Steuern durchgefüttert zu werden im Gefängnis - worüber sich viele US-Amerikaner extrem aufregen - und dann hingerichtet zu werden, könnte man ihn in 5 Jahren resozialisieren und ihn dann soziale Arbeit verrichten lassen, so dass er der Gesellschaft, der er geschadet hat, an anderer Stelle wieder Gutes tun kann. Das wäre für alle doch viel besser.
    • Ich bin GEGEN die Todesstrafe weil:
      - Die Methoden mit denen sie vollstreckt wird, barbarisch sind.
      - Ein Fehlurteil nie wieder rückgängig zu machen ist.
      - Man damit nicht nur den Täter bestraft, sondern auch seine Familie.
      - Es schlichtweg grausam ist, den Täter vor der Vollstreckung erst einmal Jahre bis jahrzehntelang in der Death Row schmoren zu lassen.
      - Weil die Begründung, jemanden hinzurichten sei billiger als ihn lebenslang auf Staatskosten durchzufüttern, einfach nur Bullshit ist. Es ist erwiesen, dass ein Todesurteil mit all den Prozessen teuer kommt, als eine lebenslange Haftstrafe!
      - Weil wir Menschen sind und nicht über Leben und Tod anderer Menschen zu entscheiden haben.
      - Die Todestrafe menschlich gesehen ein riesiger Rückschritt in Richtung finsterstes Mittelalter ist.

      Auge um Auge, und die ganze Welt wird blind sein! M.Gandhi