Ich brauche eure Hilfe! -> Umfrage

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    • Ich brauche eure Hilfe! -> Umfrage

      Hallo :)

      ich bin 18 Jahre alt und dabei mein Abitur zu machen. Ein Kriterium, um für das Abi zugelassen zu werden, sind 3 gehaltene GFS. Eine GFS ist ein selbst erarbeiteter Vortrag über ein Thema, welcher vor der Klasse gehalten werden muss. Ich werde eine GFS über Borderline halten, und ich wäre euch wirklich sehr dankbar, wenn ihr mir dabei helfen könntet, egal ob Betroffene/r oder Angehörige/r.
      Schreibt mir doch einfach, wie ihr euch fühlt, was ihr denkt, wie ihr das bemerkt habt etc. Ich werde diese Informationen vertraulich behandeln, werde keine Namen oder Usernamen nennen, ich möchte Borderline einfach verstehen und anderen nahebringen. Ich werde eventuell (wenn sich überhaupt jemand meldet) Passagen zitieren, aber ich verspreche euch, dass ihr anonym bleibt.

      Wieso ich dieses Thema gewählt habe?
      Drauf gekommen bin ich, da Borderline nicht wirklich bekannt ist. Manche haben es schon einmal gehört, manche gar nicht. Und das macht mich traurig.
      Ich hatte jahrelang Depressionen und arbeite immernoch daran, und ob ihr es glaubt oder nicht, viele sehen Depression immer noch nicht als Krankheit an und nehmen es nicht ernst. Oft habe ich gehört "Lach doch mal!", "Als ob es so schlimm ist, komm mal drüber hinweg." und viele andere Dinge.
      Das hat mich unglaublich traurig und wütend gemacht, weil man kann nicht einfach so tun als wäre nichts und als wäre man okay.
      Als ich dann gesehen habe, dass man eine GFS über Borderline halten kann, habe ich die Chance genutzt. Denn wenn die Leute schon Depression nicht anerkennen, dann auch all die anderen psychischen Erkrankungen nicht.
      Ich möchte bei meinen Klassenkameraden anfangen, ich möchte ihnen klar machen, dass psychische Erkrankungen ernst genommen werden müssen und es nichts ist, dass man sich einbildet und einfach "abstellen" kann.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein paar melden :)

      Vielen Dank, und ganz viel Kraft euch! <3
    • Hallo @irgendjemad ,


      Meine Krankheit wurde mit meinem 16 lebensjahr festgestellt . Seit dem Lebe ich in einem au und ab von Gefühlen.
      Von meiner Familie erhaklte ich keine Unterstüzung und bin im mom Arbeitsunfähig wegen meiner Erkrankung. ich habe wieder eine therapie begonnen damit es mir wieder besser geht . die einzige Unterstüzung die ich erhalte sind meine Schwiegereltern und mein Mann . Meine Erkraqnkung macht sich jeden Tag bemerkbar dauerhafte Stimmungsschwankungen von glüßcklich bis todtraurig über wut und alles . dazu kommt das ich jetzt auch an einer Angststörung leide und es mir dadurch noch chlechter geht . manchmal denke ich wieso ich die krankheit habeund womit ich das verdient habe und ich will sie nicht haben .. ich habe wegen meiner erkrankung auch keine freunde da keiner damit klar kommt das ich anders bin .. ich habe große schwierigkeiten jemanden zu vertrauen . aber egal wie schlecht es mir geht ich schaffe es mich nicht selbstzuverletzen dass aber nur wegen meinem sohn das er es nicht sehen muss und er ist mit meinem mann auch der grund das ich leben will .. auch wenn der tod allgegen wärtig ist und man viel daran denkt aber ich wiloll leben um meinen sohn niemals alleine zulassen ... man lebt mit dieser krankheit hand in hand mit seinem inneren kind ein kind was nie erwachsen wird . es wird mein lebenlang so bleiben ...

      ich hofe kann dir damit helfen
      Träume nicht dein Leben , sondern lebe deinen Traum . Denn dein Schicksal ist vorbestimmt
    • Hallo @irgendjemad,

      Erst einmal möchte ich mich bei dir dafür bedanken, dass du über unsere Krankheit Aufklärung betreiben möchtest. Leider ist Borderline in der Gesellschaft entweder gar nicht bekannt oder ausschließlich Negativ behaftet.

      Meine Diagnose wurde bereits vor ungefähr 10 Jahren festgestellt, da war ich ungefähr 20. Ich hatte zu dem Zeitpunkt sehr starke Depressionen bis hin zu Suizidgedanken. Auch habe ich mich in der Zeit selbstverletzt. Nach der Therapie hatte ich dann das Problem das ich aufgrund eines Gutachtens vom Arbeitsamt für Erwerbsunfähig erklärt wurde (ich vermute stark, dass sie mich aus der Statistik raus haben wollten). Dieses Gutachten habe ich Jahre Später vor Gericht angefochten und endlich eine Ausbildung machen können. Ich bin nun seit 10 Jahren weitestgehend stabil, habe zwar weiterhin mit z.T. krassen Stimmungsschwankungen zu kämpfen, aber ich komme im Leben so gut klar, dass ich zumindest einen Beruf ausüben kann (auch wenn ich jetzt innerhalb von 2 Jahren 3 verschiedene Arbeitgeber hatte).

      Beschwerdefrei war ich allerdings nie komplett, auch wenn ich mir das viele Jahre eingeredet habe und da ich merke, dass ich auch immer wieder in alte Verhaltensweisen abrutsche, bemühe ich mich im Moment auch das erste mal seit 10 Jahren wieder um eine Therapie. Wenn du mehr zu meiner Geschichte wissen möchtest, schau einfach mal in meine Vorstellung, da habe ich meinen Krankheitsverlauf sehr ausführlich geschildert.
    • @kleine_fine vielen Dank! Tut mir sehr Leid, dass du von deiner Familie keine Unterstützung erhälst. Aber dein Mann und dein Sohn können sehr stolz sein, so eine starke Frau und Mutter zu haben!

      @Tjorg vielen Dank! Ich hoffe, dass ich wenigstens die Einstellung meiner Klassenkameraden ändern kann. Darf ich fragen wie Borderline bei dir diagnostiziert wurde? Also hast du selbst gemerkt, dass etwas ist und dich darum gekümmert, zu einem Psychologen zu gehen oder kam das von Familie, Freunden.. aus? Also natürlich nur wenn du das erzählen möchtest :)
    • Diagnostiziert wurde das ganze damals von meinem Psychiater, bei dem ich wegen der Depressionen war, nachdem sich herausstellte, das es eben nicht nur Depressionen sind. Zu dem Psychiater bin ich damals von den Betreuern geschickt worden (hab im Betreuten Wohnen gelebt, da meine Eltern mich mit 16 rausgeworfen haben). War also nicht ganz freiwillig.
    • @kleine_fine @Tjorg
      Ich möchte mich herzlich bedanken für eure Hilfe! Meine Klasse war ziemlich betroffen, eine Freundin hat gesagt "Bei den Aussagen von Betroffenen und Angehörigen hatte ich eine Gänsehaut. Ich wusste gar nichts über Borderline, aber jetzt ist man viel aufmerksamer."
      Ich habe für meinen Vortrag über Borderline 13 von 15 möglichen Punkten bekommen, und ihr habt eine große Rolle dabei gespielt!
      Vielen vielen Dank, ich wünsche euch alles Gute :)