Seid ihr berentet?

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    • Seid ihr berentet?

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin letzten Monat berentet worden, bis Dezember 2017.
      War bei einer Gutachterin, die das so entschieden hat mit dem medizinischen Dienst der Rentenversicherung.

      Wie ist das bei euch, seid ihr auch berentet, wenn ja, wie geht ihr damit um? Wenn nein, wollt ihr euch berenten lassen?

      Liebe Grüße, Zero :)

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Seit 1.1.2000 bekomme ich meine Rente. Zweimal war diese befristet.Widersprüche gegen die Bescheide waren nötig. Zum Novenber 2004 wurde ich dann zum Erwerbsunfähigkeitsrentner. Der medizinische Dienst der Krankenkasse und etliche Gutachtertermine der Rentenversicherung waren nötig. Klar ist auch das sich die Feststellungen der Gutachter widersprachen. Es war schon eine unheimliche Belastung die Rente durchzudrücken.

      Mir blieb leider keine andere Wahl als die Rente. Mein beruflicher Werdeganng hat mich so überqulifiziert. Keiner hätte angemessen mich bezahlen können oder wollen. Ich war halt zu bemüht und hab zuviel gelernt ...

      Zu meinem Glück habe ich viele Interessen und kann mich gut beschäftigen. Das Geld ist wenig, ungefähr Harz IV, für 26 Jahre Arbeit und über 10 Jahre habe ich weit über dem Durchschnitsverdienst gelegen. Es ist aber auch kein Problem, denn ich kann gut mit meinen Finanzen umgehen.

      Jeden der die Rente anstrebt kann ich nur empfehlen sich, frühzietig, einem Sozialverband anzuschließen oder sich um eine Anwalt für Sozialversicherungsrecht zu bemühen. Bedenken soll man auch, REHA vor Rente.

      Wenn die Rente nicht reicht gibt es noch die ergänzende Grundsicherung. Einmalige Beihilfen können auch möglich sein. Existensangst sollte man nicht haben. Noch funktioniert unser Sozialsystem.
      Ecken und Kanten, dazu steh ich, mit meiner Meinung.
      Überzeug mich ...
    • Hey,
      ich noch nicht. Stecke noch in der Ausbildung & möchte die auch noch für die letzen 2 Monate durchziehen.
      weiß auch nicht ob ich das machen soll...
      ...würd eher gerne weiter machen und auch eine zweite Lehre dazu machen :)
      Ich fühle mich nicht alt, weil ich so viele Jahre hinter mir habe,
      sondern weil nur noch so wenige vor mir liegen.

      Ein Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.
    • Hatte heute den Begutachtungstermin von der Rentenversicherung.
      Da ich keinerlei Rentenanspruch habe war das Gespräch ergebnisoffen da von keiner Seite irgendwelche wirtschaftliche Interessen dahinter stecken.
      Bei mir ging es nur darum den Wechsel von SGB II (HartzIV) auf SGB XII (Sozialhilfe) zu prüfen - sog. Prüfung auf fiktiven Rentenanspruch.

      Der fiktive Rentenanspruch wurde für 2 Jahre bewilligt (und noch eine weitere Diagnose draufgepackt) um dann nach Klinik, DBT-S, Psychotherapie, medikamentöser Behandlung etc. nochmals zu prüfen ob eine evtl. Reha Sinn macht.

      Was bedeutet das jetzt eigentlich praktisch für mich, außer dass das Jobcenter mich in Ruhe lässt (was mit dem Gutachten vorher auch schon der Fall war)?
    • Ich sitze auch nicht zu Hause rum. Das wäre das schlimmste für mich.
      Ich mache Therapie und meine spirituelle Arbeit, treffe viele Leute, arbeite ehrenamtlich im Verein und je nachdem wie die Therapie verläuft könnte ich auch vielleicht auch wieder in einen Teilzeitjob.

      Habe keinen Rentenanspruch auf EU-Rente (obwohl fiktiver Rentenanspruch bestätigt) und meine Altersrente würde unter der Grundsicherung liegen.
      Daher arbeite ich an einem beruflichen Come-Back quasi als meine Altersfürsorge wo ich auch mit 80/90 noch Geld verdienen kann.
    • Nein, ich bin nicht berentet - und ich würde das auch nie und nimmer wollen.
      Was hätte ich denn davon?
      Nichts.
      Verschenkte Zeit. Und wenig bis gar keine Perspektive.
      Das wäre mein psychischer Ruin.
      Und das ist nicht übertrieben.
      Und mir braucht jetzt auch keiner damit kommen, man könne die Zeit nutzen, um Therapie zu machen. Das mag sein. Aber sind wir doch mal ehrlich - bei wem hat es wirklich so hingehauen, dass er z.B. 2 Jahre Rentenzeit dafür genutzt hat und hinterher wieder arbeiten konnte?
      Viele lassen sich doch letztendlich hängen, haben sich selbst abgeschrieben und aufgegeben.
      So möchte ich nicht enden.
      Aber ich weiß: Ich würde so enden.
      Ich erinnere mich auch nur sehr ungern an die Zeiten, in denen ich arbeitslos war. Ich bin gänzlich versackt, habe nichts mehr auf die Kette bekommen etc. Ich war wirklich extrem weit unten, psychisch gesehen.
      Deswegen - frühzeitige Rente? Never!
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • @Luna
      Aus genau dieser Angst heraus habe ich mich bis 47 niemals diagnostizieren lassen wollen und immer gekämpft, im Job zu bleiben und sogar trotz Burnout weitergearbeitet.

      Mit letzterem habe ich mir überhaupt keinen Gefallen getan und alles nur viel schlimmer gemacht.
      Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.
      Ich bin arbeitsunfähig und seit anderthalb Jahren zu Hause.
      Das war all die Jahre aus den von Dir genannten Gründen lange Jahre meine größte Angst, ebenso wie die Angst, mir eine Diagnose einzufangen weil so eine Diagnose was mit einem macht (habe gestern vom Gutachter zusätzlich zu meinen ganzen F-Diagnosen noch welche dazu bekommen- und ja das zieht runter obwohl ich mein Leben lang gewusst habe, dass sie zutreffend sind - nur den Stempel wollte ich nie und habe sonst immer kräftig dissimuliert).

      Jetzt ist es wie es ist. Bin quasi berentet und brauche auch diese Auszeit für die Therapie und um aus dem Burnout wieder raus zu kommen.

      Mein Ziel ist es, wieder ins Leben zu kommen und mich von den ganzen Stempeln der F-Diagnosen und der Quasi-Berentung nicht runterziehen zu lassen und trotzdem wieder aufzustehen und weiter zu kämpfen.

      Dabei hilft mir meine Spiritualität. Schulmedizin mag ihren Sinn haben und die Medikamente und Therapien helfen mir, aber sie ist nicht alles.
    • @feanor
      Naja...jetzt mal ernsthaft, ohne dich angreifen zu wollen.

      Ich habe lediglich MEINE PERSÖNLICHE Sicht der Dinge dargelegt. Und für mich ist es nun mal nichts, fertig, aus, Ende. :)

      Und ich glaube, ich weiß auch, was der Unterschied zwischen uns beiden im Berufsleben ist. So, wie du es geschrieben hast, hast du dich während deiner Arbeitszeit NULL mit deiner Erkrankung befasst, richtig?
      Und da liegt der Unterschied zwischen uns beiden.

      Ich befasse mich nämlich mit meiner Erkrankung, während ich arbeiten gehe.
      Ich kenne meine Grenzen und handle dementsprechend.
      Ich weiß, was ich kann bzw. was eben gar nicht geht.
      Und ich mache trotz Arbeit seit Jahren Therapie.

      Heißt: Ich verschließe eben NICHT die Augen davor. Und soll ich dir mal was sagen? Ich hatte auch schon ein BurnOut. Und da ich mich mit mir und meiner Erkrankung bzw. allgemein mit psychischen Erkrankungen beschäftigt habe, habe ich die Symptome frühzeitig erkennen können und konnte dementsprechend handeln.
      Das hat mir - auf gut Deutsch - den A... gerettet.

      Wenn dein Weg für dich der Richtige ist, dann ist das doch ok. Mich störts nicht. Aber ich möchte nicht über mein Handeln, was für mich nun mal das Beste ist, belehrt werden.
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • smiley1533 Ihr alle.
      Ich bin seit 2007 berentet. Erst bekam ich die Rente für 2 mal für ein Jahr, dann für drei Jahre und mittlerweile bin ich Dauerberentet. Ich habe dafür gekämpft mit dem VDK an meiner Seite.Ich wüßte gar nicht wie ich das anstellen sollte noch arbeiten zu gehen.Dafür bin ich defenetiv zu oft im Krankenhaus. Welcher Arbeitgeber würde das denn mitmachen, alle halbe Jahr oder Jahr bin ich für mindestens 4-6 Wochen weg.
      So habe ich wenigstens ein bischen Geld und bin nicht mehr vom Jobcenter abhängig.
      Mimo
      Gott hat seinen Engeln befohlen,
      Dich zu beschützen, wohin Du auch gehst.
      Sie werden Dich auf Händen tragen,
      damit Du nicht über Steine stolperst.
      (Psalm 91 11-12) :saint:
    • Huhu :)

      Um die Frage kurz und knapp zu beantworten: Ja, ich bin berentet. Erstmal befristet auf drei Jahre. Ich würde gerne arbeiten und tue das nebenher auch auf 100€-Basis. Aber es ist so schwer für mich, ich habe überhaupt keine Belastbarkeit, die Konzentration ist sofort futsch und danach bin ich erstmal für einige Tage völlig am Ende. Ich hoffe sehr, dass es sich bessert, mache viel und fleißig Therapie, bekomme APP und alles, lande aber dennoch regelmäßig wieder im KKH...
      Ich bin nicht stark. Ich halte nur viel aus....


      Aber vielleicht beudetet stark sein auch, nicht
      immer alles aushalten zu müssen.