Erwerbsunfähigkeit und Schuldenrückzahlung?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Erwerbsunfähigkeit und Schuldenrückzahlung?

      Hey,

      wir haben ein großes Problem und das nicht erst seit gestern.

      Bevor wir in ALG2 bzw. Sozialhilfe gerutscht sind, hatten wir finanzielle Baustellen, aufgrund von unserem Umzug und anderen notwendigen Anschaffungen.
      Die Gläubiger wollen trotz unserer Situation, dass wir zurückzahlen und eine offizielle gesetzliche Grundlage zur Entscheidung gibt es nicht - das richtet sich nach der Kulanz der Gläubiger. Wir zahlen schon die niedrigsten Raten, doch auch das ist zu viel - wir leben zur Zeit von 120 - 190€ im Monat.

      Ich kann nicht mehr, ich weiß nicht, wie wir das stemmen sollen :taschentuch: :taschentuch:

      Hat da jemand Erfahrung und kann helfen?

      Durch meine Reittherapeutin habe ich Kontakt zu einer Anwältin beim Weißen Ring. Sie wollte sich mit uns treffen und die Gläubiger nochmal anschreiben, aber die Hoffnung, dass da was passiert, ist gering.

      Ich hab Angst.. :sadwave
      "Was Gott verbunden hat. das darf der Mensch nicht trennen"

      <3

      28. März 2015










    • Dafür gibt's Schuldnerberatungsstellen, die sind gratis, einfach mal Tante Google fragen oder ins Telefonbuch schauen.
      Bei Zahlungsunfähigkeit gibt's dann die private Insolvenz.
      ALG2 oder Hartz4 befreien nicht von der Rückzahlung, da hilft nur Kulanz bei den Gläubigern.
      Manche Menschen machen die Welt besonders in dem sie einfach da sind.....
    • Hey,

      ich habe am Freitag wieder einen Termin bei der Anwältin.
      Bin gespant, wie es aussieht, sie hatte mir gestern geschrieben, dass sie an der Schuldenproblematik und dem anderen Thema bezüglich der Reittherapie dran ist.

      Erste Kontakte wollte ich über die Online Beratung der Schuldnerhilfe knüpfen, dort hat mir ein Herr geantwortet, der mir mehrmals sagte, wir sollten nur noch unsere laufenden Kosten zahlen und keine Raten mehr, das Geld ist zum Leben da und nicht, um Rückzahlungen zu tätigen. Das ist natürlich jetzt "hammer", einfach alles fallen zu lassen.. ob uns das weiterbringt, ist dann auch die nächste Frage.
      Insofern warte ich den Termin am Freitag ab und mache gleichzeitig einen bei der Schuldenberatung.

      Eine Privatinsolvenz kommt nicht infrage.
      "Was Gott verbunden hat. das darf der Mensch nicht trennen"

      <3

      28. März 2015










    • Huhu :)

      Ich würde die Zahlungen nicht einfach einstellen, das geht dann zum Amtsgericht und du bekommst nen Schufaeintrag. Ich würde eher versuchen, mit Hilfe der Anwältin die Raten runter zu drücken. So hat das meine Betreuerin damals auch gemacht. Hatte eine Rate bei Quelle für meinen Computer von 35 Euro und musste dann nur noch 10 Euro bezahlen. Das ganze hat sich dann verlängert aber das ist ja egal. Jetzt ist es abbezahlt. Ich habe noch private Schulden, da zahle ich jeden Monat 20 Euro ab und es wird auch weniger. Und naja mit meinem Konto, das dauert wohl einfach noch, das ist auch überzogen.
      Aber mit Hilfe meiner Betreuerin wird das ganze was.
      Ich habe auch einen Einwilligungsvorbehalt, damit ich aufhöre zu kaufen, das hat auch gut geklappt. Kaufe nix mehr extra, das war ne zeitlang ganz schlimm. Sie kann es ja jederzeit zurückgehen lassen.

      Wäre so eine gesetzliche Betreuerin für Finanzen auch was für euch?

      Knutscher an dich :*

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Finde da muss man sich entscheiden. Will man leben ODER die Schulden zurückzahlen. Beides zusammen geht eben nicht.
      HartzIV ist nicht pfändbar. Punkt. Es ist zum Leben und nicht zum pfänden da.
      Ihr könnt natürlich freiwillig zahlen und auf das Leben verzichten. Ihr seid erwachsen und dürft natürlich machen was Ihr wollt.

      Auf jeden Fall empfehle ich den Gang zur Schuldnerberatung. Die kostet zwar Geld (ca. 300€) aber HartIV-Bezieher kriegen einen Gutschein vom Jobcenter(einfach Berater ansprechen).
      Die von der Schuldnerberatung können dann professionell mit den Gläubigern verhandeln.
      Alleine die Androhung, nicht mehr zu zahlen dürfte die ruckzuck verhandlungsbereit machen weil die ganz genau wissen dass die sonst leer ausgehen (nix zu pfänden da)...
      Solange man brav zahlt und signalisiert, dass man Angst vor dem Schufa-Eintrag hat werden die nicht einlenken.
      Verhandeln ist wie Pokern. Nie alle Karten zeigen und notfalls bluffen.

      Notfalls eben Privatinsolvenz. Auch wenn man es nicht will, manchmal geht es eben nicht anders. Genau dafür ist die Schuldnerberatung da. Die prüfen erst mal alle Alternativen und nur wenn kein anderer Weg offen ist raten sie zur Insolvenz.
      --------------- 3. Februar 2016, 16:49 ---------------
      By the way (nebenbei)...

      Was ist so schlimm an einem Schufaeintrag in der Situation?
      Die Schufa dient dem Verbraucherschutz um Euch selbst vor Überschuldung zu schützen.
      Ihr wollt doch in der Situation doch nicht etwa neue Schulden machen?
      Notfalls könnt ihr eben keinen Handyvertrag machen (gibt aber Prepaid Handys), und müsst alles in Cash vom Guthaben zahlen. Lästig aber gar nicht so schlecht wenn man keine neuen Schulden machen will.
      Falls ihr umziehen wollt könnt ihr die Miete direkt vom Jobcenter überweisen lassen- ist für Vermieter noch sicherer als jede Schufaauskunft.

      Falls sich Eure Situation verbessert macht es Sinn, erstmal die Altschulden abzuzahlen bevor Ihr neue macht. Der Eintrag muss dann auch gelöscht werden.
      Ist nicht schön, peinlich ja, könnte vermieden werden ja, ist aber letztlich Verbraucherschutz.