Arbeitsunfähig? Frührente? ect.?

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    • Arbeitsunfähig? Frührente? ect.?

      Hallo Ihr Lieben,

      Mich würde mal interessieren, seit ihr durch eurer Erkrankung überhaupt arbeitsfähig?
      Ich würde gerne arbeiten gehen, aber ich packe es leider einfach noch nicht, vielleicht niee... ich weis es heute noch nicht.

      Mit 16 habe ich auf Empfehlung von Ärzten und Therapeuten die Schule abgebrochen, bin damals auf die Realschule gegangen, aber ich war so
      krank, Klinik rein, Klinik raus... das ich es nicht mehr gepackt habe.

      Da es bis Heute mehr oder weniger so geht, bin ich seit meinen 19 Lebensjahr koplett als arbeitsunfähig eingestufft wurden, seit dem beziehe ich
      Grundsicherung und lebe in einer teilstationären Einrichtung.

      Es macht mich oft sehr traurig, das ich nicht so kann wie ich gerne wollte. Oft fühle ich mich auch einfach nutzlos und wertlos weil ich keine Arbeit habe.
      Auf der einen Seite soll man immer irgendwie ins Tun kommen, auf der anderen Seite, sind ein auch irgendwo ganz oft die Hände dadurch gebunden.
      Selbst wenn ich sagen würde, ich mache Stundenweise z.B was ehrenamtliches oder ähnliches, es ist alles mit Geld verbunden. Und mich ständig finanziell noch immer zusätzlich von meiner Familie abhängig zu machen, ist auch ein extremes scheiß Gefühl, auch wenn sie es viellciht gerne machen und mir helfen.

      Ich hasse es aber und habe dabei auch kein gutes Gefühl, ständig von anderen abhängig zu sein.

      Wie ist das bei Euch so?
      :bis dann:
    • Hallo Blauesmeer,

      bei mir klappt es auch nicht mehr mit dem arbeiten.
      Habe eine Erwerbsminderungsrente.
      Habe 2 Ausbildungen, einmal Erzieherin und dann Kauffrau im Einzelhandel.
      Nach Abschluss der zweiten Ausbildung konnte ich schon nicht mehr arbeiten, alle Versuche gingen schief. Habe es immer wieder versucht, aber es ging nicht.

      Ich habe mich damit abgefunden und mir geht es besser damit.

      Liebe Grüße,
      Zero :)

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Hallo Blauesmeer,

      Mir ging es ähnlich wie dir.
      Habe auch mit 16 die Schule abgebrochen und danach drei verschiedene Ausbildungen begonnen, aber alles abgebrochen. Bei meiner Büroausbildung wurde ich gekündigt, weil ich laut meiner Chefin psychisch nicht belastbar war. Ich bin oft während der Arbeit dissoziiert.

      Danach war ich 3 Jahre lang im Hartz IV-Bezug. Erwerbsminderungsrente wollte ich aber nie bekommen oder beantragen, weil ich ja arbeiten wollte.
      Dann habe ich zwei Jahre lang Arbeitstherapie gemacht in einer Tagesstruktur-Maßnahme. Erst war ich in der Tagesstätte, dann in einer Maßnahme vom Sozialamt.

      Meine Umschulung 2012 ist wieder gescheitert. Danach hatte ich mich aufgegeben.
      Aber ich habe mich wieder aufgerappelt.

      Nach sechs Jahren Therapie und zwei medizinisch-beruflichen Rehas in einer Spezialklinik bin ich wieder voll arbeitsfähig. Da ich aber Schwierigkeiten habe mit zu engen Vorgaben, habe ich mich entschieden, freiberuflich zu arbeiten.

      Ich habe Glück, dass es gut klappt. Jedoch ist es auch anstrengend. Wenn ich krank werde, bekomme ich keine Lohnfortzahlung oder so, sondern müsste wieder Hartz IV beantragen.

      Im Moment bin ich stabil und arbeite weiterhin an Skills, damit es so bleibt.

      Aber Erwerbsminderungsrente ist nichts schlimmes! :)
      Du kannst doch ehrenamtlich etwas machen.

      Ich habe in meiner Hartz IV Zeit ehrenamtlich für den Tierschutzverein gearbeitet und hatte immer zwei Katzen in Pflege, bis diese weitervermittelt wurden. Das Geld für Futter und Tierarztbehandlungen habe ich vom Tierschutz wieder bekommen. Klar, ich musste es ersf auslagen, aber die haben recht schnell gezahlt.

      Versuche, deinen Gesundheitszustand zu akzeptieren und sieh es positiv. Denn durch die Rente hast du genug Zeit, dich auf deine Therapie und deine Genesung zu konzentrieren.
      Stell dir vor, du müsstest neben der Arbeit Therapie machen - das ist eine Doppelbelastung, die für fast niemanden zumutbar ist.

      Liebe Grüße
      Die eiskönigin

      [definition=32,0]PS[/definition]: Mein Freund überlegt auch schon, in EU-Rente zu gehen.
    • Hi,

      bei mir hat es mit dem Arbeiten auch nicht geklappt. War öfters in verschiedenen Zeitarbeitsfirma, die längste Zeit habe ich ein Jahr durchgehalten.

      In Deutschland hat mir meine Betreuerin dann die Rente beantragt, doch bevor es dazu kam bin ich nach Frankreich abgehauen. Das ist jetzt 3,5 Jahre her und seit 2 Jahren lebe ich in einer franz. Psychiatrie.

      Ich hoffe, dass ich mal entlassen werde.

      Mg. Irina
    • Ich habe gar kein Geld. Wenn ich nicht in der Psychiatrie sitze, sitze ich im Obdachlosenheim. Aber nie mehr Deutschland, wenn ich in Deutschland kein ALG II habe sitze ich auf der Strasse, oder muss die Krankenhauskosten selbst tragen. Habe schon mal 2 Jahre ohne Krankenkasse in Deutschland verbracht und dies mit einem Baby.

      Ich hatte tausende Euro Krankenhausschulden und die Ärztin meiner Tochter behandelte umsonst, was ein riessen Glück war.