Studium trotz Borderline?

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    • Studium trotz Borderline?

      Hallo,

      Ich bin auf der Suche nach Gleichgesinnten, die mir Tipps geben können, wie ihr das mit dem Studium so hinbekommt.


      Ich bin in 5. Von insgesamt 10 Semestern, Lehramt also Staatsexamen. Das heißt, danach kein Abschluss. Erst durchs Ref. Allein das macht mir Panik, weil's einfach noch so lange hin ist und ich ja dann auch noch möglichst ohne Totalschaden durchs ref kommen sollte.

      Mein größtes Problem ist, dass mir der geregelte Tagesablauf fehlt. Und auch die Pflicht, hinzugehen. Ich kann, aber ich muss eben nicht hingehen. Und mal um acht, dann erst um zwei dann ein Tag frei, ist zwar cool, aber nicht wenn man den freien Tag depressiv im bett rumliegt..

      Ich bin relativ schlau, das heißt, dass ich mich gut bisher durchgemogelt habe. Ich lerne schnell und auch effektiv. Bei mir ist es echt eher die selbstmotivation und Selbstorganisation, die ich einfach nicht hinbekomme.

      Ich habe dank einem stationären Aufenthalt ein Jahr pausiert, somit den Anschluss an meine alten Leute verloren und komme durch eben viele fehlzeiten, auch nicht wirklich gut in Kontakt mit den neuen Leuten (außerdem müsste ich mich ja dann erklären, weshalb ich sooft nicht da bin oder weshalb ich ein Jahr zurück gefallen bin..)

      Das heißt in die Uni zu gehen, um meine "freunde" ist nicht mehr der Fall. Obwohl ich sonst nie Probleme mit in Kontakt treten habe, komme ich einfach nicht in die neue Gruppe/grüppchen hinein.

      Gestern war es wieder ziemlich schlimm, so dass ich mir schon vorgestellt hab, dass ich das Studium (was mir inhaltlich gesehen ja echt Spaß macht und auch interessant ist) am liebsten hinschmeißen würde, um ne Ausbildung zu machen. Nur damit ich mich selbst und meinen Alltag nicht mehr selbst strukturieren muss.


      Wie geht es euch denn? Kennt ihr das? Was hilft, dennoch aufzustehen, auch wenn einem kein Chef im Nacken sitzt?!

      Ich bedanke mich schon mal für hoffentlich weiterbringende antworten. Ihr würdet mir gerade echt helfen.


      Gute Nacht!
    • Ich habe auch einst ein Lehramt-Studium gemacht, dann jedoch die bisherigen Klausuren für ein anderes Studium anrechnen lassen. Ich habe das Lehramt aufgegeben, weil mir die Campi-Wechsel auf die Nerven gegangen sind, Parallelveranstaltungen stattgefunden haben und ich nicht weitergekommen bin, das Lehramt-Studium inhaltlich nicht das beste ist und ich auch Stress mit Kommilitonen gehabt habe, was einen Vorgeschmack auf den späteren Umgang bietet. Ich könnte mir auch nicht ausmalen, jährlich das Gleiche zu predigen.

      Machst du Lehramt für die Oberstufe? Du hast dann auch zwei Examen? Wenn es sich um ein Diplomstudium handelt, müssten es 9 Semester sein. Ist die Studienrichtung geisteswissenschaftlich oder naturwissenschaftlich?

      Mir fällt die Überwindung aufzustehen leicht, da es mir Spaß macht, Wissen zu sammeln und Kompetenzen zu erwerben. Es erfüllt mich. Allerdings gehe ich häufig spät schlafen und wenn ich nach Hause komme, schlafe ich erst einmal zwischendurch. Viel Bewegung hilft mir, sie tut meinem Gemüt gut. Ich lernen nur wenige Tage einige Stunden vorher, je nach Umfang. Anhören oder Durchlesen der Folien hilft schon viel. Mit Vernetzen, Verknüpfen und logischem Denken sind die meisten Klausuren kein Problem. Online gibt es auch Fragen und zusammengefasste Skripte. Zur Not lassen die sich auch lernen. Ansonsten gibt es noch mehrere Antritt. Nur entmutigen darf man sich nicht lassen. Was bei mir auch schon zu Frust geführt hatte.

      Professoren kennen einen mit der Zeit, können einen einschätzen und wenn sie merken, dass du Biss hast, werden sie es dir hoffentlich nicht schwerer machen. Während meiner Lehramt-Ausbildung habe ich einmal einen Professor gehabt, der Psychotherapeut ist. Er hat zu mir gesagt, er wüsste, was mit mir los wäre. Er hat einen Streit geschlichtet. Die Professoren sind mit mir danach anders umgegangen. Vielleicht hat er mit ihnen geredet. Die depressiven Phasen und die affektiven Probleme waren nicht zu übersehen.

      Was die Kommilitonen betrifft: Tiefgehende Freundschaften zu finden ist eher schwierig. Es kann sein, dass du täglich mit mehreren hundert Studenten zu tun hast aber viele davon unterschiedliche Lehrveranstaltungsabläufe haben. Die Zeit für ein besseres Kennenlernen fehlt. In der Schule gibt es mehr Teamwork und Veranstaltungen, die doch eher Freundschaften fördern. Außerdem sitzt man immer mit den gleichen Personen in einer Klasse und macht das meiste mit. Mir scheint, dass den Studenten mehr an formlosen Kontakten ohne tiefere Beziehungen liegt und nach dem Studium wird der überwiegende Teil getrennter Wege gehen.

      Bei den Staatsexamen und Abschlussprüfungen - Es wird immer heißer gekocht, als gegessen. Die Professoren helfen einem auch.
    • Hallo,

      Mich betrifft es auch ein wenig, da ich auch studieren möchte. Momentan aber bin ich freiberuflich als Nachhilfelehrerin tätig. Ich kann zu den Terminen mit den Schülern gehen, aber im Notfall kann ich auch kurzfristig absagen und eine Kollegin um Vertretung bitten.

      Bei mir klappt es im Moment sehr gut, weil ich weiß, dass mir im Fall von Krankheit oder Absagen kein Ausfallhonorar zusteht - dieses fällt nur an, wenn Schüler unentschuldigt fehlen.
      Meine Motivation, jedes Mal aufs Neue hinzugehen, ist vor allem, dass es mir Spaß macht, mit den Schülern zu arbeiten und dass ich als ungelernte Kraft im Vergleich zu anderen recht viel verdiene (über das Institut werden mir 9,80 die Stunde gezahlt und privat nehme ich einen ähnlichen Preis).

      Aber ich kenne das mit der Selbstorganisation noch aus der Oberstufe. Da heißt es nicht aufgeben und dran bleiben! :)
      Mach dir am besten einen Plan, wann du was lernen möchtest und sieh die Vorlesungen als Pflichttermine an, für dich.
      Mach dir ein Motivationsplakat, warum du dein Studium durchziehen möchtest und frag Mitstudenten, ob ihr gemeinsam lernen wollt.
      Klar ist es schwer Anschluss zu finden, vor allem wenn man ein Jahr zurück geht. Dennoch kann es dafür viele Gründe geben und du musst es ja niemandem auf die Nase binden.

      Liebe Grüße und gib nicht auf!

      Die Eiskönigin
    • Hallo Danebenleben,

      also ich hab die Erfahrung gemacht, dass es möglich ist sein Studium erfolgreich abzuschließen. Aber das ist ja nun mal bei jedem unterschiedlich und man muss sich ja auch nicht zwingen.
      Doch oft kommt auch so viel Druck (Gesellschaft, Familie, Vergleich mit Kommilitonen...) von außen; dass man möglichst schnell in Regelstudienzeit fertig müsse. Zumal viele nebenbei noch arbeiten gehen müssen, da Bafög alleine kaum ausreicht oder gar keines bekommt und man ja irgendwie auch seine Miete + Co bezahlen muss + jedes Semester daher auch ne Stange Geld kostet.
      Doch ich hab festgestellt, dass man sich die Zeit nehmen sollte, die man braucht. Ich bin die Regelstudienzeit durchgejagt und habe fest gestellt: es bringt einfach nichts. Man hat keine Zeit zum Denken-man will nur seine Punkte. Es ist...Bulemie-Lernen: Lernen für den nächsten Vortrag/ die Klausur und weg ist das Wissen. ich hab das Gefühl, ich bin schlecht ausgebildet + habe nichts gelernt + fühle mich deswegen mies, wenn ich mich mit anderen vergleiche (ich weiß, das soll man nicht^^ ).
      Und wenn es einem nicht gut geht + man wenn man wegen Krankheit ausfällt, dann ist es eben so. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, die er braucht-habe ich jetzt nach dem Studium festgestellt. Deswegen ist man ja auch nicht weniger intelligent oder leistungsfähig als die anderen.
      Aber ich bin da auch erst jetzt hintergestiegen.
      Oder wenn man sein Studium abbricht: dann ist es so. Deswegen ist man kein Versager, auch wenn man leider oft so hingestellt wird (meistens von der Familie): dann gilt man als schwach, weil man etwas nicht durchhält. Und dann mit anderen verglichen wird, die ihr ganzes Leben lang ihren verhassten Job machen + dir dann vorhalten, deshalb müsse man es ihnen gleich tun.

      Ich habe einen B.A. und einen M.Sc. mit guten Noten erreicht. Aber ich muss auch sagen: es war verdammt schwer. Denn ich habe meine Diagnose erst vor einem Jahr bekommen und hab mich folglich seit meiner Jugend, bis es 2013 halt nicht mehr ging, durch die Jahre, Schule und Studium gequält und immer alles versteckt.

      2012 hab ich einen weiteren Studiengang angefangen, aber 2013 ging es halt durch die ganzen Versagensängste und Sozialphobie einfach nicht mehr. Ich habe es auch dann,bis jetzt jedenfalls, auf Eis gelegt; da mir auch klar wurde: hey in meinem Fachgebiet gibts eh kaum Arbeitsplätze (mit Gehältern, die über das Niveau vom ALG II, kommen), da ist es eh egal, wie viele Abschlüsse man hat :D Außerdem haben mich die Leute an meinem Institut genervt...Cliquenbildung, Lästereien und viele machen den EIndruck, als ob sie sich für was Besseres halten würden + profilierten sich oft vor den Dozenten. Aber die sind da oft auch nicht besser :D ).
      Seit dem bin ich am Überlegen, ob ich nicht auch noch einen Ausbildung machen möchte. Die Frage ist nur: Was?

      ... Inhaltlich waren meine Vorsträge sehr gut. Was aber eher an er Angst lag, vor Publikum vom Professor angeschrien zu werden, wenn ich was Falsches sage oder eine Frage nicht beantworten kann. Folglich habe ich imemr ALLES gelesen, was auch nur rudimentär mit meinem Thema zu tun hatte und war schon Wochen vor dem Termin total fertig und vor Angst gelähmt bei dem Gedanken daran, etwas falsch machen zu können. Denn da ich ja schon was abgeschlossen hatte, dachte ein Teil meines Kopfes: dann musst du auch besser als alle anderen sein, sonst denken sie: "Die ist ja dumm. und die hat schon 2 Abschlüsse + hält so schlechte Referate?Pfft". Total absurd eigentlich und nicht grade förderlich.


      Aber wie ich es geschafft habe, ohne Zwang da hin zugehen... keine Ahnung. Da kannich dir leider keinen Tipp zu geben. Wir haben immer Anwesenheitspflicht. Wer mehr als zweimal entschuldigt feht, fliegt aus dem Kurs + muss ihn wiederholen.
      Aber ich kenne dein Problem...beim Hausarbeiten schreiben und anderen Aufgaben. Die hab ich oft erst 2 Nächte vor Deadline geschrieben + dachte mir dann immer: Nächstes Semester fängst du früher damit an ;) :D die Ergebnisse waren zwar immer gut, aber ich habe die Leute beneidet, die ihre Zeit gut planen konnten + zeitig ohne Zwang ihre Aufgaben erledigten .
      Meine Bachelorarbeit hab ich noch am Morgen der Abgabe gekürtzt. Bei der Masterarbeit war es ähnlich, aber besser, da es einen Partnerarbeit war und ich somit gezwungen wurde, was zu machen (wenn auch erst immer erst nachts...), da ich meine Kollegin nicht hängen lassen wollte.

      Es tut mir leid, dass ich keinen Rat weiß. Aber ich wollte halt sagen: versuch dich nicht so unter Druck zu setzen. Finde dein Tempo und gib auf dich acht. Mach dein Studium weiter, wenn es dir Spaß macht und du unterrichten möchtest.
      Und wenn du feststellen solltest, dass es doch nichts für dich ist: dann ist es auch okay. Dann ist man auch nicht schwach/faul/dumm usw., sondern hat einfach gemerkt, dass es Nichts für einen ist und steht dazu.
      Das ist meiner Meinung nach besser, als etwas ein Leben lang zu machen, was einem keine Freude bereitet. Dann werden einige Menschen nämlich zynisch, verbittet und lassen ihre Wut/Unsicherheiten oft an Kollegen oder Kunden/Schülern aus. Und das ist ja auch nicht schön.

      Alles Gute für dich und dein Studium. Du packst das :)

      @lola79: Vielen Dank für deinen Respekt. Von meiner Familie habe ich solche Worte nie vernommen.
      "Drum prüfe wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet."

      ..."Das Lied von der Glocke"; von Friedrich von Schiller
    • Ich denke das mir meine feste Arbeit und mein Meisterstudium viel Stabilität gibt. Mein Tagesablauf erlaubt mir so keine großen Ausbrüche.

      Ich denke das dir dass Studium definitiv gelingen wird.

      Ich selbst "muss" auch nicht Zwangsweise zur Schule gehen, aber ich zwinge mich jeden Termin wahr zu nehmen um es erst gar nicht einreissen zu lassen.
      Vox populi, vox Rindvieh

      -Elard von Oldenburg-Januschau 1855-1937
    • Ich finde es toll, dass noch weitere studieren oder eine weitere Ausbildung absolvieren und das Beste aus sich machen. Nur nicht aufgaben, wir schaffen das.
      Ich selbst habe keine Alternativen zum Studium, was das Interesse betrifft und eine Art von Erfüllung mit sich bringt. Ich muss zugeben, dass ich es mir nur schwer verzeihen könnte, würde ich scheitern.

      Bei uns ist es so, dass Professoren evaluiert werden. Sie schreien einen nicht an, das wäre schlecht für ihre Reputation und für eine weitere Anstellung.

      Was noch möglich wäre, ist Vieles autodidaktisch im Selbststudium zu lernen. In der Bibliothek gibt es gute erklärende Bücher und mit ein wenig universitärer Erfahrung müsste es klappen.
    • Wow!! Erstmal vielen vielen Dank, ich hätte nicht damit gerechnet soviele verschiedene Antworten zu erhalten.

      @Danio ich studiere Sonderpädagogik mit Grundschuldidaktik auf Staatsexamen, 9 Semester Regelstudienzeit, die bei mir, dank nicht immer erbrachter Leistung auf 10-11 fallen werden. Die Kurse die ich besuche, sind meistens mit eher 30 Leuten, also nicht wirklich anonym. Und ich bring mich auch, wenn ich dann hingehe, sehr gut ein. Nur eben nicht in meinem Hauptfach, da hab ich irgendwie so viele Vergleiche mit den anderen, dass ich mich nur runtermache und nicht wirklich reinkomme.


      Bei mir ist es immer so, dass wenn irgendwas kommt, ich mal wieder wütend bin ohne es zu merken, dass ich das gegen mein Studium richte, eigentlich macht es mir mega Spaß, und auch Unterrichten tue ich relativ gut, nur seh ich das dann immer garnicht mehr und der einzige Ausweg: alles schmeißen.

      Heute geht es mir warum auch immer, ein Stückchen besser, so dass ich mir sage, Woche für Woche, Stück für Stück und irgendwie wird das schon.

      Was ich noch sagen wollte. Ich hab mich letztes Semester dazu entschieden 3 Dozenten einzuweihen, weil ich stationär in der Klinik war und gleichzeitig noch studieren gegangen bin (dümmste Entscheidung ever!! Weil ich jeden Tag von Klinik in die Uni wechseln musste, Klinik: Maske runter, Uni: Maske auf. das hat garnichts gebracht und war nur super anstrengend und vor allem, habe ich mich jedes Mal mega kacke gefühlt, wenn andere heimgegangen sind und ich wieder zurück in die Klinik gegangen bin.. Super fürs Ego und "Normalen Alltag")

      Auf jeden fall wollte ich folgende Reaktionen euch nicht vorenthalten:

      von den 3 Dozentin, die wussten,weshalb ich fehlte und nicht immer kam, kamen nur positive Rückmeldungen, viel Verständnis und vor allem Dankbarkeit für mein Vertrauen. Doch eine Dozentin ( die leider für eine Professur weggezogen ist, ich aber genau heute wieder eine Mail von ihr bekommen habe), hat mich mit Ihrer Reaktion so umgehauen!!

      Letztere war wohl die strengste Dozentin am Lehrstuhl, ist man 1 Minute zu spät gekommen, durfte man nicht mehr teilnehmen, das übliche 2mal Fehlen raus und einfach sehr viel Härte von ihr. Bis zu den Moment, bis ich in Ihre Sprechstunde kam und sie gemeint hat: "Ich hatte sie schon mal auf meiner Liste stehen, und Sie sind dann auch einfach nicht mehr gekommen. Was bitte ist denn los mit Ihnen?" Ich habe dann zum Weinen angefangen, weil ich mich so ertappt gefühlt habe und hab ihr erklärt, dass ich einfach einen Batzen in meinem Leben durchgemacht hab, der für 3 andere reicht, und ich gerade wieder eine sehr schlechte Phase hab.
      Sie hat mich immer motiviert und sich immer besonders gefreut, wenn ichs wieder geschafft habe, zu ihrem Seminar zu kommen. Hat mir Mails geschrieben, wenn ich nicht da war, dass Sie meine erfrischende Art heute vermisst hat und sich freut, wenn ich bald wieder komme etc.
      Total verrückt! Aber das krasseste war dieser eine Tag:

      Sie hat mich am Ende des Kurses zu sich geholt als alle gegangen sind. Hat mich gefragt, wie es mir geht. Und dann gesagt, dass Sie sich ein Buch gekauft hat.
      Und ich so: Sie haben was?!
      "Naja ich bin Naturwissenschaftlerin, ich wollte, einfach Bescheid wissen, wie es Ihnen geht. Vor allem weil ich über Borderline garnichts wusste"

      Ich war total baff!!

      Zum Schluss bin ich mit ihr den Gang entlang, kurz vor der Verabschiedung meinte Sie: "Achso Frau R., ich hab gelesen, das mit Ihnen und ihrem Selbstwert ist ja nicht so toll immer und Sie sind sich nicht so tolle Freunde." Ich: " Ja, leider.. "
      SIe: " Deshalb wollte ich Ihnen sagen und das ist mir echt wichtig: Sie sind ein sehr wertvoller Mensch! "



      Da hatte ich echt Tränen in den Augen, vor allem als sie dann wegziehen musste..
    • Wow, das ist echt schön, @Danebenleben: wenn man sich traut es zu sagen und dann Verständnis findet. Das freut mich für dich.
      ..Und auch solch schöne Worte hört, wonach sich unsere Seelen (natürlich wünschen sich das alle Menschen) so sehr sehnen und doch so selten hören.
      "Drum prüfe wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet."

      ..."Das Lied von der Glocke"; von Friedrich von Schiller
    • @Danebenleben: Prima, dass du so eine tolle Reaktion von der Dozentin bekommen hast und damit umgehen konntest! :)

      Wenn es mir schlecht geht, kann ich so etwas gar nicht. Ich habe mal versucht, an einer Abendschule Abitur nachzumachen und war auch Klassenbeste, wenn ich da war.
      Doch nachdem ich mich dem Mathe-Dozenten geöffnet hatte und er mir seine Hilfe angeboten hatte, konnte ich dort nicht mehr hingehen. Ich hatte einmal mit ihm telefoniert und durch das Verständnis ist so eine enorme Geborgenheit entstanden, die ich mein Leben lang gesucht habe.

      Aber meine Angst vor möglicher entstehender Nähe hat mich so sehr blockiert, dass ich den Kurs abgebrochen habe. Man könnte jetzt sagen, dass ich damals vielleicht noch nicht soweit war,

      Dennoch könnte ich mir heute dafür dermaßen in den Ar*** beißen, dass ich abgebrochen habe. Ich bereue den Abbruch heute noch, zwei Jahre später.

      Was ich damit sagen will, so ein Abbruch sollte gut überlegt sein und vor allem nicht mit der Borderline-Symptomatik zusammeb hängen. Sonst wirst du dich, wenn du eine stabile Phase hast, sehr darüber ärgern.

      Liebe Grüße
      Die Eiskönigin
    • Sich nicht mit anderen zu vergleichen, ist auch leichter gesagt, als getan.

      Ich kann mir vorstellen, dass es Kraft gekostet hat, sich nach einer Therapie wieder komplett umzustellen und sich nichts anmerken zu lassen. Nach einer Therapie-Sitzung habe ich die ganze Zeit grübeln müssen und mich mies gefühlt, sodass ich kaum mehr konzentriert gewesen bin.

      Es ist schön, dass du dich deiner Dozentin gegenüber offen gezeigt und viel Verständnis dafür bekommen hast. Sie hat dir mitgeteilt, dass du eine Art hast, die dich besonders macht und aus anderen hervorhebt. Zu hören, dass man wertvoll ist, tut gut.
    • Hey ho,


      danke für alle die Antworten.

      Heute ist wieder ein Dreckstag vom Feinsten. Ich hab mir vorgenommen, neue Woche neues Glück, in die Uni zu gehen. Und alles war fertig, selbst ich, aber ich habs dennoch nicht gepackt raus und in die uni zu gehen. ich frag mich grad echt, wie das weiter gehen soll. Ich würde mir so wünschen, endlich mal ne längere Phase stabil zu sein. Auch grad merk ich, dass mein Kopf mir einfach nicht gehorcht und ich mich null konzentrieren kann, um die verpassten Inhalte nachzuholen.

      Könnt grad echt durchdrehen