Sollten betroffene Frauen Kinder bekommen?

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    • Sollten betroffene Frauen Kinder bekommen?

      Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich die Frage hier mal stelle.
      Was meint ihr, eine diagnostizierte Borderlinerin, sollte sie Kinder bekommen? Wie denkt ihr darüber?

      In welchen Fällen wäre es ok, in welchen Fällen wäre es unverantwortlich?

      Ich bitte um einen Austausch ohne Streit :)
    • wenn man so stabil ist dass man sich um ein Kind kümmern kann, und Stark ist, würde ich sagen das auch Borderliner Kinder haben dürfen. Ich möchte keine Kinder, da ich mich nicht in der Lage fühle mich um ein Kind zu Sorgen, da ich mit meinem eigenen Leben schon zu kämpfen habe
    • Klar, wenn sie sich Kinder wünscht und denkt, dass sie gut und liebevoll für ihre Kinder sorgen kann, warum nicht?

      Aber müsste es nicht vielmehr heißen: sollten von Borderline betroffene Menschen Kinder bekommen?
      Denn der Vater muss ja- oder sollte zumindest- genauso wichtig für das Wohlergehen des Kindes sein. Es sollte nicht immer nur die Frau alleine dafür herhalten.
    • Ich bin seit gestern aus der Therapie, habe 3 Monate das [definition=11,0]DBT[/definition] Programm gemacht, und dort wurde mir auch gesagt das zum Teil Borderline vererblich sein soll. Ich finde bevor man ein Kind hat wäre eine Therapie nicht verkehrt
    • Ich würde sagen besser ist es wenn nicht.
      Ich selbst habe einen starken Kinderwunsch, möchte es aber keinem Kind antun.
      Oft lese ich so junge Mädels zwischen 20 und 25, die mitten in der Borderlinestörung stecken und total instabil sind, dass die sich Kinder wünschen und planen, das finde ich ganz schlimm.
      Gutgehen kann das nicht und meiner Meinung nach sind das dann die Geschichten, wo Kinder weggenommen werden.

      Wenn eine Borderlinerin über Jahre stabil ist, ein geregeltes Leben und einen Job hat, einen Partner, dann ist das wieder was anderes.

      Aber schadet man dem Kind nicht, wenn man sich noch selbst verletzt, manchmal in die Klinik muss, Wutausbrüche hat, in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zurecht kommt etc.???
    • Borderline ist nicht in dem Sinne vererblich. Es gibt eine genetische Disposition (hochsensibel) aber es müssen noch äußere Faktoren wie invalidierendes Umfeld hinzukommen.
      Ohne Therapie wird durch die Erziehung das [definition=8,0]BL[/definition] bei entsprechender Disposition weitergegeben - mit kann man das verhindern...
    • Hallo ich bin Selber Mutter und bin Boderliner also ich denke wenn man Stabil genug; ist sein Leben Geregelt bekommt dann kann man auch Kind bekommen und eine Gute Mutter werden , mein Sohn ist 16 und bin stolz auf ihn hab ihn Allein Grossgezogen , abunzu half mir meine Familie also es ist alles Möglich auch mit Borderliner kann man ein Gutes Leben Führen . LG
    • Egal ob Borderlinerin oder nicht, egal was für eine (psychische) Erkrankung man hat steht es jedem zu, ein Kind zu bekommen!
      Man sollte so etwas nie pauschal sagen, dass Borderliner nicht in der Lage sind ein Kind zu lieben bzw. groß zu ziehen. Es kommt viel darauf an, wie stabil man selber und das Umfeld um einen ist.
    • Pauschal "nein" sagen - das mache ich nicht.
      Aber ich denke, man sollte so weit sein, dass man Verantwortung für sich selbst übernehmen kann. Denn nur, wenn man für sich selbst anständig sorgen (in welcher Form auch immer) kann, kann man auch Verantwortung für ein weiteres Wesen tragen. Und das sollte gegeben sein.
      Jedoch habe ich auch schon oft gehört, dass es psychisch Kranke gibt, die ein Kind in die Welt setzen, weil sie glauben, danach wird alles besser.
      Sowas geht für mich gar nicht.

      Für mich selbst sage ich ganz klar, dass ich keine Kinder bekommen sollte - und ich möchte das auch nicht. Dafür fühle ich mich nicht bereit. Ein Kind ist eine sehr große Verantwortung, die ich nicht tragen kann - und auch nicht möchte. Und ich bin schon über 30.
      Viele verstehen das nicht und gucken mich schief an, weil ich so denke. Aber das ist mir egal. Denn ich schade damit niemanden, erst recht keinem Kind.
    • Jap, sollen sie, falls sie es wollen.

      Es gibt auch Hilfe für psychisch kranke Eltern, es bekommen auch andere Kranke Kinder, sogar geistig Behirnderte.
      Es kann klappen und es kann schief gehen (genauso wie bei "gesunden", die oft nicht mal so gesund sind)

      Und es gibt genug psychisch kranke Frauen, die trotzdem Verantwortung für sich übernehmen können und gute Mutter sein können, bessere als 19 - jährige "normale" ohne Schulabschluss mit 80 IQ

      Und überhaupt - wo bleibt die Gleichberechtigung?
      Wo bliben die Männer?

      Oder heisst es, eine psychisch kranke Frau soll auf Kinder verzichten und ein Kerl, egal wie krank er ist, kann sich vermehren wie er will?
      Kenne nämlich so einen Spezi, Borderliner aber dazu leider noch ein A..loch (evetuell auch ein Soziophat), der setzt Kinder in die Welt und kümmert sich nicht mehr drum, da er der Meinung ist, seine Pflicht hat er schon mit der Zeugung getan und wenn die Frau eben "so dumm ist, dass sie nicht verhütet, ist es ihre Schuld", er ist ja Unschuldslamm.
    • Ich als Kind einer sehr unstabilen Mutter sage ganz klar NEIN! Ich hab heutzutage nicht umsonst mit den Auswirkungen meiner Erziehung zu kaempfen! Ich bin selber Borderliner geworden da ich nie wusste wie ich mich zu verhalten habe.Reagiert Mama jetzt so oder so? Bei mir gab es keine Konstante in der Kindheit. Es gibt bestimmt ganz tolle betroffene Muetter die sich liebevoll und wirklich gut um ihre Kinder kuemmern koennen,aber bei den Erfahrungen die ich bis jetzt gesammelt habe kann ich reinen Gewissens behaupten , dass dies leider nicht die Mehrheit ist! Schlussendlich sollte jeder jedoch bitte fuer sich selbst entscheiden duerfen was er moechte,ich wuerde mir in miner situation jedoch darueber nicht annaehernd einen Kopf machen
    • Ich habe selbst Kinder und kann nur von mir sprechen. Ich bin nicht immer die Mutter die ich sein möchte aber wer ist das schon? Das ich meine Kinder gut erziehe ist eine der einzigen Dinge die ich mir selbst als positiv anrechnen. Natürlich hatte ich viel Angst das ich meinen Kindern eine kalte herzlose Mutter bin wie es meine für mich war. Doch sie waren unbegründet. Mein Mann und Vater der Kinder ist dabei eine große stütze und kümmert sich um die Kinder wenn ich gerade nicht kann.
    • diese Thema kann ich nicht pauschal beantworten. Borderline ist eine Erkrankung und nicht die Person selbst.
      Wenn jemand trotz und mit der Erkrankung nach oder auch noch mit therapeutischer Hilfe ein geregeltes Leben führt, ein stabiles verlässliches Umfeld hat usw. Spricht für mich nichts dagegen. Wichtig ist natürlich eine gewisse Stabilität um den Herausforderungen des Kinder habens gerecht zu werden.

      Ich habe aber auch ein ABER, dieses ist jedoch nicht an die Diagnose Borderline gebundnen. Ich selbst bin mit einer psychisch instabilen Mutter aufgewachsen, und habe darunter gelitten. Täglich sehe ich auf der Arbeit Kinder welche Aus instabilen, chaotischen familiären Verhältnissen kommen. Häufig sind die Eltern selbst psychisch krank , teilweise bereits in der Kindheit aufällig. Diese Eltern sind nicht gleich schlechte Eltern. Die meisten meinen es gut, sind jedoch überfordert, zur sehr mit sich selbst beschäftigt usw. Nicht selten müssen Kindern aus der Familie in eine Heim, und wirklich zufrieden ist damit selten jemand. Bein machen Kindern und Jugendlichen denke ich mir, wie sollen die mal gute Eltern werden ? In vielen Familien zeigt sich ein teufelskreis von Problemen und psychischen Störungen. Zu viele fallen durch das System.
      Aber es gibt auch die, denen es mit etwas Unterstützung gut gelingt. Letztendlich muss diese Entscheidung jeder selbst treffen.
    • Ich selber möchte keine Kinder,ich könnte die Verantwortung nicht tragen und würde es mir auch nicht verzeihen können,wenn ich die Störung "vererben" würde. Ich habe nicht mal ein Haustier,weil selbst das schon nicht unbedingt gut gehen würde,man kann ja ein Kind nicht,wenn es einem zu anstrengend wird,oder es nervt wieder umtauschen und sich ein neuen Pullover kaufen. Ich finde auch so fies das vielleicht klingen mag,sollten Menschen einen "Führerschein" machen,ob sie überhaupt in der Lage sind für ein Kind zu sorgen. Denn das Problem was hier ja auch schon öfters erwähnt wurde,meistens sind die Kinder die Leidtragenden und das kann und sollte man vermeiden :good