Was haltet ihr von der Flüchtlingssituation?

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    • Was haltet ihr von der Flüchtlingssituation?

      Hallo zusammen,

      wie denkt ihr über die ganze Flüchtlingssituation?

      Also ich finde, dass die mal langsam mehr keine mehr reinlassen sollten, gibt auch noch genug andere Länder, die welche aufnehmen können. Manche werden straffällig, was soll dann mit denen passieren?
      Die freien Wohnungen bekommen alle die Flüchtlinge, kann das?
      Wie sieht das mit dem Geld aus, bekommen sie mehr Geld als ein Hartz 4 Empfänger?

      Kenne mich da auch nicht so aus.

      Glaube aber, irgendwann knallt es hier auch ganz gewaltig mit denen.

      Was meint ihr?

      Liebe Grüße,
      Zero :)

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Hallo Zero,

      das mit den Flüchtlingen sehe ich auch Kritsch, jedoch ist das Asylrecht ein fester Punkt in unserer Verfassung.

      Das was diese Situation - die ja so Überraschen angeblich kam - verursacht hat, ist eine Politische. Denn schon vor 4 Jahren
      hatte es Anzeichen für eine Flüchtlingswelle gegeben. Doch die Politik hier hat nicht Reagiert weil es hauptsächlich die Griechen und Türkei betraf.
      Der richtige Boom begann doch wenn wir ehrlich hinschauen - damit das Griechenland unter dem Rettungsschirm musste, von da auf an wurde dann die Flüchtlinge mehr. Also dann auch in den Städten und Gemeinden die Sozialen Probleme immer spürbare wurden,
      sahen alle zu das sie weg kamen. ( das ist meine Meinung)


      ZeroGravity schrieb:

      Die freien Wohnungen bekommen alle die Flüchtlinge, kann das?
      Das wir hier ein Problem haben, liegt auch nicht an die Flüchtlinge. Sondern weil der Bund, die Länder, die Kreise und Gemeinden,
      immer mehr den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft haben. Bestehende Sozialwohnungen, nach den Auslauf der Sozialen Bindungen ( meistens 30-35 Jahre). Diese von den Kreisen, Gemeinden und Ländern an Private Gesellschaften Verkauft haben. Ja sogar eigene Unternehmen die man hierfür in den 1950 Jahren geschaffen hatte, wurde Privatisiert.
      Man setze ab den 1980 Jahren immer mehr auf den Erwerb von Eigentum. Ab diesen Zeitraum wurde auch von Bund und den Länderregierungen der Soziale Wohnungsbau immer mehr herunter gefahren.
      Aber schon damals gab es genug Stimmen die Genau vor diesem Umstand - was heute ist - gewarnt haben.

      Es gibt eigentlich genug freie Wohnungen, nur ebbend nicht für die Unteren Einkommen. Zum anderen ist es aber auch Politische Schuld wiederum, da die Regierungen des Bundes und der Länder für jeden Flüchtling pro Tag bis zu 25 Euro pro Person zahlen.
      Da ist doch klar das jeder der Wohnungen hat dann lieber diesen Betrag haben möchte als ein z.B. m² preis von 5 oder 6 Euro.

      Hier muss also was getan werden von der Bundesregierung.


      ZeroGravity schrieb:

      Wie sieht das mit dem Geld aus, bekommen sie mehr Geld als ein Hartz 4 Empfänger?
      Die Flüchtlinge bekommen eine Art Taschen Geld, das soweit ich es in Erinnerung haben bei ca.260 Euro liegt, erst wenn Sie Registriert sind und eine Anerkennung haben, haben sie auch Zugang zu den Sozialbezügen.. Das was machen Sauer aufstoßen tut ist das auch Gelder für Anschaffungen - Bekleidung und Hausratsgegenstände noch zusätzlich- bekommen.
      Hier aber kann ich mich mal Schlau machen wie die Zahlungen im Einzelnen aussehen - da wir uns auch in der Fraktion, in der ich bin, gerade mit Beschäftigen.



      ZeroGravity schrieb:

      Glaube aber, irgendwann knallt es hier auch ganz gewaltig mit denen.
      Das hoffe ich nicht, aber so wie es sich im Moment darstellt; könntest Du doch richtig liege. Auf jedem Falle werden die Parteien die nun dieses alles Verantworten müssen, bei den nächsten Landtagswahlen aufpassen müssen das Sie nicht zu viel Stimmen verlieren. Was auch für die Bundestagswahl dann gilt, die ja auch noch kommt.
      Jede Medaille hat 2 Seiten. Genauso hat was Negatives immer auch was Positives, wir
      müssen es nur lernen zu finden.
    • Hey , also ich muss ehrlich sagen ,das es mich echt verwundert eure "Ansichten" zuhören!Hallo wir sind im 21. Jahrhundert!
      Natürlich kann ich eine falsche Handhabung nicht abstreiten,aber wenn in meinem Land krieg herrschen würde ,würde ich auch meine Kinder unterm Arm nehmen und flüchten! Das ,was ich als sehr riskant wahrnehme ist,aber nicht die Familien die hier herkommen,sondern die vielen jungen Facharbeiter,deren Abschlüsse hier nicht anerkannt sind! Desweiteren wohne ich direkt im Krisengebiet ,in der nähe des Lageso und natürlich sind auch die Kriminalitätsstatistiken gestiegen,wahr zu nehmen an der Dealerei Ubahnhof Turmstraße z.B. Aber machen wir uns mal nichts vor wer baut bitte freiwillig nur scheiße? Die Menschen fühlen sich gezwungen dazu!Ursache und Wirkung! Diese Menschen kommen aus einem armen Land und werden von den Überflüßen unserer Kultur geblendet! Ich habe ein paar Tage im Heim ausgeholfen ,da sind knappe 4 Toiletten für teils über 500 Menschen per Geschoss was ist das denn?Ist das ein wunder,das die aus dem Fenstern machen?Und natürlich steigt unter soviel Menschen die Frustrationsgrenze ungemein!Wiegesagt , die Handhabung muss sich ändern,diese Leute kommen hier an und werden gleich ausgegrenzt!Wie fühlt ihr euch den ,wenn ihr ausgegrenzt werdet?Bestimmt nicht gut!und wenn man euch dazu noch erzählt ähh ihr kommt.doch eh nur her um dieses Land auszinutzen und hier zu klauen, was meint ihr welche Rolle ihr.annehmen würdet? Ich würde auch nicht alle mit offenen Armen empfangen,das ist richtig,aber es muss doch wohl mögloch sein als eines der reichsten Länder der Welt schlechter gestellten Ländern zu helfen! Harte sache ,das wir uns darüber hier echt auseinandersetzen,vorallem,weil wir selber sehr starke Defizite besitzen,aber hey vielleicht red ich ja aich nur stuss und bin vollkommen verdreht?!Das müsst ihr mit euch selber ausmachen,aber bitte vergesst.nicht Du bist Deutschland!
    • Hallo ihr beide,

      Udo hat schon sehr viel geschrieben, was richtig ist und was man auch in vielen unterschiedlichen Quellen nachlesen kann. Dass jetzt alles so chaotisch und überfordernd wirkt, hätte wirklich nicht sein müssen. Die Regierung wurde schon vor mehreren Jahren von vielen Stellen davor gewarnt, dass genauso eine Flüchtlingswelle kommen würde und man dringend für entsprechenden Wohnraum etc. sorgen müsste. Dass hätte vor 3 Jahren aber wohl in der Bevölkerung auch niemand nachvollziehen können und dann wäre der Protest noch lauter gewesen...

      Meiner Meinnug nach bekommen die Kommunen auch zu wenig Geld. Ich finde es schon ein bisschen dreist, den Helden zu spielen und zu sagen "Wir schaffen das" - und die Leute, die sich wirklich vor Ort kümmern, dann im Stich zu lassen. Deutschland hat die Ressourcen tatsächlich, aber wenn man die vorenthält, ist das Chaos vorprogrammiert...

      Konflikte muss es nicht zwangsläufig geben. Ich bin neben einem Flüchtlingsheim aufgewachsen, 300 Leute aus dem Kosovo wohnten neben uns, bis ich 7 war und plötzlich alle abgeschoben wurden... dann wurde es einsam in unserer Nachbarschaft, keine Mädchen in unserem Alter mehr... es gab nie Probleme, wir haben zusammen gespielt, mein Opa hat Schubkarren voll Äpfel vorbeigeracht, die Kinder durften auf dem Reiterhof nebenan manchmal reiten, es war immer friedlich, obwohl es keine Ganztagsbespaßung durch Ehrenamtliche gab. Die werden meiner Meinung nach gerade auch nur ausgenutzt, die Regierung musste deren Leistung eigentlich bezahlen. Vielleicht denke ich da aber auch, weil ich mich für solche Stellen gerade bewerbe - die meisten sind von NGOs, die wenigsten von der Regierung...

      Mit guter, interkulturell kompetenter Betreuung kommen auch keine Konflikte. Keine Ahnung was da genau in Köln los war, aber angesichts der vielen friedlichen Flüchtlinge würde ich das nicht überbewerten. Legale Prostitution, Sexismus auf jedem Werbeplakat - unsere Kultur muss erstmal verstanden werden. Wir sind ja genauso fremd für die Leute wie sie für uns.

      Ironischerweise wohne ich jetzt wieder gegenüber von einem Flüchtlingsheim. Am Anfang haben die sich kaum aus dem Haus getraut, jetzt gehen sie auch abends schon mal in die Kneipen hier rund um meinen Block. Wenn ich abends oder nachts heimkehre, bin ich schon oft allein mit ihnen die Straße entlang gegangen, die Herren sind immer friedlich und niemand hat mich blöd angemacht oder so.

      Ich finde es auch total ätzend, dass die EU gerade gar nicht funktioniert und Europa gerade die Menschenrechte - die aus Europa stammen und die wir versuchen anderen Staaten aufzudrängen!!! - selbst nicht ernst nimmt. Als ob wir alle in Armut verfallen wegen ein paar Millionen Menschen mehr. Wenn der Libanon das hinkriegt, warum sollten wir es nicht hinkriegen?
      Aufnahmestopps verstoßen wirklich gegen die Verfassung und auch gegen die Menschenrechte. Ein Kompromiss wäre, wenn wirklich die anderen Länder mal den Ar hochkriegen, Polen zB. könnte sich mal an seine Christlichkeit erinnern und England daran, dass 80% des Exporthandels über die EU läuft...
    • :guten abend: an alle,

      es tut mir leid, wenn sich meine Worte falsch anlesen lassen oder fasch klingen können.

      Aber zum Thema zu kommen, ich finde es nicht mehr so gut,
      dass diese Menschen (die Ganzen Massen) kommen.
      Merkel und die ganzen Politiker könnten sich mal eher
      um die Menschen kümmern die Hier schon in Deutschland sin.

      Finde es nicht mehr gut, dass gerade die Personen, die gerade die Ausbildung fertig haben,
      keinen Job mehr bekommen. Leider bekommen immer andere Menschen die Stelle,
      als das die Personen die wirklich Arbeiten gehen wollen, die stelle nicht bekommen.

      ;( ;( ;(

      Leider bin ich auf etwas davon betroffen....
      ...kann mich zwar mit dem Ehrenamt etwas über Wasser halten.
      Aber das ist NICHT die Lösung.... :wall :balla :wall
      Ich fühle mich nicht alt, weil ich so viele Jahre hinter mir habe,
      sondern weil nur noch so wenige vor mir liegen.

      Ein Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.
    • Naja aber das Problem daran ist @Anke, dass diese Menschen die jetzt kommen hier gar keine Arbeitserlaubnis haben. Es dauert Jahre, bis sei hier arbeiten dürfen. Wenn es dann soweit ist, dürfen sich insbesondere auf Ausbildungsplätze erst nur Deutsche bewerben. Erst dann EU-Bürger. Und erst dann darf ein Nicht-EU Bürger/ Asylbewerber die Stelle bekommen. Das ist die sogennante Vorrangprüfung.

      Auf der anderen Seite gibt es seit Jahren zigtausend unbesetzte Ausbildungsplätze, auf die sich einfach niemand bewirbt.

      Dass von "Massen", "Strömen" und "Krise" geredet wird in Politik + Medien, wird immer mehr kritisiert. Es sind jetzt 1 Millionen Flüchtlinge unter 80 Millionen Deutschen - die restlichen Millionen Flüchtlinge befinden sich immer noch außerhalb Europas.

      Auf bamf.de kann man sehr viel zu dem Thema finden
    • Ich finde es nicht, dasss so viele Menschen unkontrolliert hierher kommen.
      Man weisst gar nicht, ob die wirklich aus Syrien und Irak kommen oder aus ganz anderen Ländern, einige haben mehrere Pässe.
      Die ganze Verwaltung ist heillos überfordert, von oben nach unten.
      Meine frühere Firma hat einige zeit Sprachkurse für Flüchtlinge angeboten, solchen Chaos habe ich nirgendwo erlebt.

      Wenn es so weiter läuft, dann sehe ich schwarz
      --------------- 21. Januar 2016, 22:52 ---------------

      Icecold schrieb:

      Wie fühlt ihr euch den ,wenn ihr ausgegrenzt werdet?Bestimmt nicht gut!und wenn man euch dazu noch erzählt ähh ihr kommt.doch eh nur her um dieses Land auszinutzen und hier zu klauen, was meint ihr welche Rolle ihr.annehmen würdet?
      Opferrolle, aber auf keinen Fall eine Täterrolle.
      wir waren auch nicht gewollt, habe aber trozdem keiner Oma die Tasche damals geklaut und keinem Kind Drogen vertickt.
      Sorry,
      das ist keine Entschuldigung
    • Jahrelanger Bürgerkrieg werden an niemanden spurlos vorbeiziehen.

      Was man kritisieren kann ist die Politik der Vergangenheit.
      Der Irak ist nicht besonders stabil, weniger wegen Kurden und Arabern, vielmehr wegen sunnitischer und schiitischer Glaubensrichtung - religiöse-traditionelle Differenzen und aufgrund von regionalem Einfluss. Nach dem Sturz Saddam Husseins haben sich durch das Vakuum der staatlichen Autorität, Extremisten formiert. Im Irak gibt es ein Parlament, die politische Mehrheit entspricht nun der schiitischen Mehrheit. Das missfällt den Sunniten.
      1. Kritikpunkt: Die Grenzziehungen durch Großbritannien und Frankreich über Ethnien und Glaubensrichtungen hinweg
      2. Kritikpunkt. Der Sturz Saddam Husseins; Irakische Militär-Rangträger auf einer anderen Seite eingebunden
      3. Kritikpunkt: Die Uneinigkeit beziehungsweise das Bestehen auf Abtreten/Exil al-Assads. Der staatliche Zerfall Extremisten beflügelt.

      Wir in Europa haben einen höheren Lebensstandard. Ich glaube nicht, dass uns Flüchtlinge in nächster Zeit die Arbeitsplätze wegnehmen oder das Stundenentgelt drücken würden. Es gibt eine bildungsmäßige, kulturelle und sprachliche Barriere, die überwunden werden muss. Bei gleicher Qualifikation werden angestammte Deutsche bevorzugt. In jeder Gruppe gibt es schwarze Schafe. Ich denke, man kann nicht alle Flüchtlinge pauschal bewerten. Projizieren sollte man auch nicht.
    • Ich finde, dass wie bei dieser ganzen Diskussion nicht vergessen dürfen, dass es um Menschen geht. Jeder sollte das Recht darauf haben, in Sicherheit zu leben, satt zu werden, es warm zu haben und zu wissen, dass es seiner Familie gut geht. Auch diese Menschen haben (wenn auch nicht alle) in ihren Heimatland gearbeitet, sich eine Existenz aufgebaut usw. Nun mussten sie all das zurück lassen, und kommen hier bei uns mit dem an, was sie auf dieser weitern Reise mit sich tragen konnten. Ich könnte es nicht mit meinen Gewissen vereinbaren, diesen Menschen die vor der unbeschreiblichen Gewalt in ihren Lang geflohen sind, vor unseren Grenzen abzuweisen, sie in ihre alten zerschlissen Kleidung mit welcher sie hier ankommen durch den Winter laufen zu lassen, oder ihnen zu verbieten per Smartphone Kontakt zu ihren Familien aufzunehmen.
      Ich habe wirklich keinen Plan davon wie viel Geld in jeden einzelnen Flüchtling gesteckt wird, und inwieweit sich dieser betrag von dem Unterscheidet was einer mit deutscher Staatsangehörigkeit an Sozialleistungen bezieht.
      Nur habe ich im rahmen meiner Arbeit schon ein paar Minderjährige Flüchtlinge kennen gelernt. Zum einen weil, diese bei uns zur Krisenintervention in der Klinik aufgenommen werden. Und zum anderen weil unserer Einrichtung mehrer Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge gegründet hat. Zu den Wohngruppen kann sich sagen, dieser Räumlichkeiten standen die letzen Jahre leer, oder die Gruppen sind vor kurzen umgezogen. Zumindest leben alle frühren Bewohner nun in neuren und modernen Häusern. Die Renovierung der alten Häuser wäre zu teuer gewesen. Die Häuser sind wirklich sehr heruntergekommen, und daher kann ich sagen, hier wurde keinen deutschen der Wohnraum weggenommen.
      Die Kleidung mit denen diese Jugendlichen bei uns ankommen, ja wirklich Markenkleidung, aber dieser erhalten auch die anderen Menschen der Einrichtung durch Spenden. Die Kleidung der jungen Flüchtlinge passt jedoch in eine Handtasche, die andren Patienten bringen da deutlich mehr mit. Die Smartphones: ein Spendenaufruf an alle Mitarbeiter, dass alte aber noch funktionierende Smartphones gesucht wird. Für mich spricht nichts dagegen etwas, zu spenden was ich selbst nicht brauche. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Flüchtlinge bei uns besonders reich gemacht werden
      Bezüglich den Berichten von Straftaten durch Flüchtlinge bekomme aber auch ich Angst, genauso geht es mir jedoch mit ausländerfeindlichen Übergriffen. Natürlich kommen nicht nur gute Menschen in unser Land, wie sollen diese Massen bei der Einreise auch kontrolliert werden? Hier sollte meiner Meinung nach schnell gehandelt werden und der Kriminalität entgegen gewirkt werden. Ich möchte mich in meinem eigenen Land sicher fühlen können. Auch möchte ich nicht, in jedem männlichen Flüchtling eine Gefahr sehen, diesen Menschen nicht mit Vorurteilen begegnen. Straftätern gegenüber endet, dann auch meine Toleranz. Auch sollten Menschen aus den sogenannten sicheren Herkunftsländern wieder zurück geschickt werden.
      Der Angst vor Gewalt durch Flüchtlingen gegenüber, kann ich jedoch auf meine Erfahrungen als Kind zurückgreifen. In unsren kleinen Ort, ganz in der Nähe von mir hab es ein Asylantenheim. Diese Menschen gehörten für mich einfach dazu, mit den Kindern ging ich zur Schule, spielte ich auf der Straße usw. Gewalt uns „Deutschen“ gegenüber habe ich nie erlebt. Gewalt innerhalb des Heimes gab es schon, aber diese gibt es auch in anderen sozialen Brennpunkten. Verwirrend fanden ich nur immer, wenn Klassenkameraden und Freunde plötzlich weg waren. Abgeschoben, zurück in die Heimat, nie wieder etwa gehört. Andere wiederum durften bleiben, haben ihre Schule abgeschlossen, und leisten durch Arbeit ihren Beitrag für unsere Gesellschaft.
    • Merkel hat einen Fehler gemacht.
      Wovon sie sich hat leiten lassen, wissen wir letztendlich nicht.
      Sie hätte sich die Konsequenzen und Folgen ihres Handelns vor Augen führen müssen, bevor sie so schnell handelte.

      Möglicherweise hätte sie in der Situation viel leichter eine europäische Lösung herbeiführen können, als sie es jetzt fast verzweifelt versucht.
      Denn der Druck durch die sehr vielen Flüchtlinge an der ungarischen Grenze war damals enorm - entsprechend hätte sie Druck auf die Länder ausüben können.

      Jetzt aber, da die Masse der Flüchtlinge schon hier ist, winken die anderen ab.

      Merkel hat die Sogwirkung ihrer Entscheidung nicht bedacht.

      Mein Fazit: Es war, so wie es gelaufen ist, ein Fehler.
      Die Flüchtlinge hätte man auf mehrere europäische Länder verteilen müssen.

      Die Sprüche, die man von vielen Menschen hört, dass man diesen Menschen helfen muss, finde ich nicht selten verlogen.
      Warum "nicht selten?

      Ich finde sie dann verlogen, wenn es heißt, man müsse mit armen Menschen teilen, was man hat.
      Das ist verlogen.
      Afrika ist nur ein Beispiel, wo Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen, hungern - wen hat das bislang interessiert?
      Afrika ist ein Kontinent, wo Kinder des Hungers sterben, wo Menschen erblinden, nur weil sie nicht eine adäquate Behandlung bekommen.
      Und Afrika ist, wie gesagt, nur ein Beispiel - nicht das einzige.
      Jetzt zu sagen, wir müssen mit armen Menschen teilen, was wir haben, finde ich verlogen.

      Wir müssen helfen. Ja. Wir müssen auch von unserem Wohlstand was abgeben, fast jeder auch von seinem eigenen oder zumindest die, die nicht viel zu wenig verdienen.
      Aber das ist nichts Neues!
      Gab es Zeiten, wo es anders war?
      Deswegen finde ich solche Sprüche verlogen.
      Die "Nachfrage" ist und war schon immer da.

      Menschen, die so sprechen, sind für mich - meistens - unglaubwürdig. Sie wollen sich selbst als gute Menschen sehen. Sie haben vielleicht andere, persönliche Gründe, warum sie so reden - sie instrumentalisieren damit die Not der Flüchtlinge, um sich besser zu fühlen.

      Echte Hilfe handelt, sie redet nicht nur.
    • @uzumapa
      Empfind ich als zwar ziemloch Sozialkritische Ansicht,aber dennoch ist da für mich vieles wahres dran.Nach dem Motto Hunde die bellen beißen nicht.Schöne Ansicht,die nicht zwangsläufig stimmen muss ,aber meistens ins schwarze treffen wird.
      --------------- 30. Januar 2016, 13:35 ---------------
      P.s. @ Kätzchen
      Es mag sein,das nicht jeder so reagiert,aber viele!Und nur weil man einen Fehler macht,sollte man nicht zwangsläufig verurteilt werden.(ok kommt darauf an was für einen)Wenn man dem Menschen,die einer armen alten Omi die Handtasche klaut vorher vorgestellt hätte ,hätte er ihr vielleicht auch viel lieber die Einkäufe hochgetragen!Fakt ist für mich das diese Menschen hier ankommen und ihnen kein vernünftiger Weg gezeigt worden ist!Ist in etwa das selbewas wir jetzt Leben!
    • Zum Hunger in Asien und Afrika muss man sagen, dass die UN seit Jahrzehnten ein Welternährungsprogramm laufen hat und nach Angaben bereits eine Milliarde Menschen ernährt hat. Ein anderes Programm dient der Ausrottung von Polio, dessen Abschluss auf 2020 datiert ist.
    • Naja und die Menschen kommen ja, weil sie hungern. Das sind ja keine getrennten Beispiele, sondern Dinge, die zusammen hängen. Das sagen ja viele Helfer und Befürworter der Aufnahme, dass der Flüchtlings"strom" das Ergebnis dieser weltweit ungleichen Verteilung ist. Deswegen macht es Sinn, zu teilen. Was ist daran verlogen? Ich wette, die meisten Befürworter haben auch vorher schon versucht zu helfen, versucht durch fairtrade, durch Wahlen etc etwas zu ändern, und wenn es nur durch Spenden war. Nur weil wir nicht alle nach Afrika geflogen sind um dort Kinder zu füttern, oder was wäre das adequate Verhalten gewesen? Selbst das hätte das Problem nicht gelöst, solange die Strukturen bleiben, und die meisten von uns hätten das gerne schon längst geändert, wenn es in unseren Händen liegen würde.

      Da finde ich es weit verlogener zu sagen, die fremde Kultur ist das Problem, Flüchtlinge seien kriminell, wir können uns nicht um alle kümmern etc., obwohl man eben eigentlich nur nichts von seinem Wohlstand abgeben möchte, Angst hat und die Ungleichheit so erhalten will, wie sie ist. Und dass dann als Entschuldigung zu nehmen, dass man seine eigenen Werte unter seinem Wohlstand begraben hat.

      Dass die EU sich diese Aufgabe fair aufteilt, würde ich auch lieber sehen. "Überfüllt" oder so sind wir aber noch lange nicht. Wer das sagt, hat sich noch nicht die Bilder aus Jordanien angesehen. Oder die Bilder von Flüchtlingslagern in so einigen afrikanischen Ländern, die teilweise seit 15, 20 Jahren bestehen und wo sich EU-Staaten jährlich Leute "rausholen", um sie dann ganz gütig in die hiesigen Flüchtlingsheime zu stecken. Andere sind dort schon längst erwachsen geworden.
    • Also ich finde, dass hier (Verzeihung für den Vergleich) Äpfel mit Birnen verglichen werden.
      Auf der einen Seite sind die Flüchtlinge, die allein schon aus humanitären Gründen dringend unsere Hilfe benötigen, mal ganz abgesehen von den moralischen (Ausbeutung der dritten Welt - wirtschaftliche Grundlage für Bürgerkriege, Waffenlieferungen, geopolitische Erwägungen um Revolten zu unterstützen die dann zu Chaos und Bürgerkrieg führen u.u.u....)

      Auf der anderen Seite haben die Menschen hier UNABHÄNGIG davon auch massenhaft Probleme, die bitte mal von der Politik angegangen werden sollten, statt vom Thema abzulenken und alles auf die Flüchtlinge zu schieben (ethnischen Randgruppen die Schuld für das Versagen der Politik in die Schuhe zu schieben hat jahrhundertealte Tradition) oder glaubt hier ernsthaft dass irgendein HartzIV-Empfänger einen Cent Geld mehr in der Tasche hätte, eine Lehrstelle oder ein Job mehr geschaffen werden würde wenn es keine Flüchtlinge gäbe?

      Mir ist egal ob die Flüchtlinge mehr Leistungen als ich bekommen (die haben ein schweres Schicksal hinter sich und mit denen will doch niemand ernsthaft tauschen???) solange ich bekomme was mir zusteht. Punkt.

      Die ganze Diskussion mit Kriminellen, Frauenverachtung...
      Sicherlich gibt es solche und solche...
      Aber wieviel kriminelle Deutsche gibt es? Mir ist es egal, ob ich von Deutschen oder Ausländern ausgeraubt werde - sollen mal lieber mehr Polizisten einstellen (warum auch nicht gut integrierte Deutsche mit Migrationshintergrund ???)

      Und was Frauenfeindlichkeit angeht: schon mal so Stammtischdiskussionen von deutschen Mitbürgern gehört die mental noch im Mittelalter stecken geblieben sind?
      Denke auch hier ist es den Frauen egal, ob sie von Deutschen oder nicht belästigt werden...
      Wieder gilt es, das Problem zu lösen statt den Flüchtlingen die Schuld an Misständen zu geben.

      Das ist meine persönliche Meinung.

      Und ja. Trotz dieser Meinung können wir nicht endlos alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen. Es braucht europäische und politische Lösungen und man sollte auch endlich die Ursachen der Kriege endlich mal eindämmen...
    • Sagen wir so, einigen arbeitslosen Deutschen sowie hier lebenden Migranten hat die Flüchtlingsproblematik einen Job sogar verschafft: Security-Brnche boomt, auch Sozialpädagogen und Deutsch-Leherer sind hängeringend gesucht.
      Meinereiner versucht sich auch auf einige Stellen zu bewerben, die im Zusammenhang damit stehen.

      Aber als jemand, die schon mit Problematik beruflich zutun hatte, neige ich nicht zu Schönfarberei: es kommen längst nicht nur Menschen, die hier arbeiten un din Frieden leben wollen. (mehr darf ich dazu nicht sagen).

      Man muss tatsächlich aussieben.

      Und Frauenschutz soll auch eine sehr grosse Rolle spielen: es geht ja nicht, dass diejenige, die von mittelälterlischen Vorstellungen und Sitten hierher geflüchtet sind noch in Flüchtlingsheim gezwungen sind, Hidjab zu tragen, weil sie sonst von ihren hinterwälderischen Landsleuten nicht in Ruhe gelassen werden.
    • Ja das stimmt, ich bewerbe mich auch für solche Jobs und kann fast froh sein - mein ganzes Studium lang musste ich mir anhören was willst du denn nur damit - diese Frage hat mir seit Abschluss niemand mehr gestellt. Ich bewerbe mich pausenlos irgendwo (ja, man trägt halt auch Nutzen vom Leid anderer. So funktioniert sie, die Welt...)

      Ich finde es auch immer wichtig zu betonen, dass da Menschen kommen. Keine Dämonen, aber auch keine Hundewelpen. Manche Helfer verhalten sich so, als hätten sie es wirklich mit einem Rudel kleiner süßer Hunde zu tun. Sogar gegenüber den Erwachsenen. Aber es kommen eben ALLE Menschen aus dieser Region, die netten und die nicht so netten. Solche Menschen gibt es nun mal überall.

      Nächste Woche fangen die Deutschkurse an bei mir im Flüheim gegenüber, ich werde da auch eine gemischte Gruppe übernehmen. Interessant war am Infotag, dass sonst keine Frau eine gemischte Gruppe unterrichten wollte, alle wollten helfen, dann aber doch lieber nur Frauen unterrichten. Und unfreiwilliger, gut gemeinter + unbewusster Rassismus ist leider auch ein Problem unter den Ehrenamtlichen. Da schlucke ich bislang viel runter + weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll... von Ausbildungswegen her könnte ich da eine Schulung zur interkulturellen Kompetenz machen, mal schauen ob da Interesse besteht.

      Leider zeigt sich unterm Strich, dass nicht nur Pegida-Anhänger, sondern auch Politik bis hin zu Ehrenamtlichen vieles mißverstehen, wenn es um Interkulturalität, Toleranz und politische Korrektheit geht (siehe den "Wintermarkt" und solche unsinnigen Späße, die eher zu Intoleranz führen als dass sich irgendein Migrant dadurch besser bei uns angenommen fühlt)
    • Heute musste ich selber erleben, wie man als Deutsche Familie im Land ausgestoßen wird. Man steigt in die HVV ein und zeigt seinen Ausweis, bzw Fahrkarte. Da am Wochenende man jemanden mit nehmen darf meine Frau. Wir steigen ein und wurden sofort zur Gültigkeit angefragt, obwohl ich einen Abo habe. OK, sind durch. Dann wurden alle nacheinander frei durchgewunken, alle frei in die HVV. Ich stieg aus und befragte ihn wegen der Diskriminierung weil ich zu Deutsch aussehe ?. Er sagt nein, meine Abokarte wirkt am Wochenende für 2 Personen, daher musste ich es kontrollieren. Nichtdeutsche in Massen wurden durch gewunken und hatte es besagt, "Ich habe alle Daten gesehen".

      Reicht dies aus ?
      Partner von Boderline
    • So. Dann sage ich hierzu jetzt auch mal was, auch, wenn mich sicher die meisten bisherigen Schreiber in diesem Thread hassen werden.

      Ich bediene mich mal an den gängigen Worten, auch, wenn ich sie nicht mag.

      Vorweg: Ich bin weder ein Nazi, noch ein Gutmensch. Beides sind für mich Extreme und laden dazu ein, in Schubladen zu denken. Und beide Extreme lehne ich (für mich persönlich) ab.

      Ich werfe jetzt einfach ein paar Aussagen in den Raum, die ich aufgrund diverser Beobachtungen daraus schlussfolgere:

      Sagt ein Deutscher etwas GEGEN die Flüchtlingspolitik, ist er automatisch ein Nazi. Sagt jemand mit Migrationshintergrund, der hier schon lange lebt und gut integriert ist, das Gleiche - so applaudieren alle. Und das bezieht sich auch auf diverse Gegebenheiten im Alltag, beispiel bietet der Beitrag über mir.
      Man finde den Fehler.

      Kuschel-Justiz - geiles Wort, leider wahr. Raubt ein armer obdachloser deutscher Herkunft eine Oma aus, erwartet ihm natürlich eine Strafe. Bei einem Flüchtling wird damit kommentiert, er sei ja so dermaßen traumatisiert etc. Von diversen anderen Übergriffen fange ich hier nicht an.

      Ich kann nichts für das, was vor über 70 Jahren hier passiert ist - dementsprechend möchte ich auch so behandelt werden.

      ...

      Warum ich das alles so schreibe? Weil ich denke, dass das ziemlich grenzwertige, aber auch wichtige, Aspekte sind bzw. was eben viel einigen diese enorme Wut auslöst. An die Macher, durch die das alles erst so eskaliert ist, kommt man nicht ran. Also geben Viele den Flüchtlingen die Schuld.

      Und nein, ich finde es gar nicht geil, dass Flüchtlingsheime angezündet werden. Ich finde es allerdings auch nicht geil, dass z.B. Schulen oder Altenheime geräumt werden, damit noch mehr Flüchtlinge Platz haben. Schulen werden gebraucht und die Bewohner eines Altenheims haben ein Recht auf ihre letzte Lebensstätte.

      Auch ein wichtiger Aspekt - wenn ich mich in ein mir fremdes Land begebe, so habe ich mich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen bzw. muss das akzeptieren. Fertig. Und wer massiv kriminall wird, der sollte gleich wieder abwandern. Dafür gibts für mich keine Ausreden.

      Und wer jetzt von mir denkt, ich sei ein Nazi, schlecht informiert oder sonst was - der kann das ruhig denken. Denn wäre ich ein Nazi, so wäre ich z.B. nicht mit der afghanischen Frau meines Kollegen befreundet (und die denkt ziemlich ähnlich).

      Und zum Schluss:
      Ich habe absolut nichts dagegen, dass es Zuwanderer, aus welchen Gründen auch immer, gibt. Aber weniger ist manchmal mehr. Hier wurden z.B. die "Massenhordung" in Flüchtlingsheimen und daraus resultierende Kriminalität angesprochen. Mit etwas weniger hätte man den einen oder anderen Delikt vielleicht verhindern können.

      So, das wars. Und jetzt darf man mich gern zerfleischen. :)
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • @Luna
      Nix zerfleischen.
      Das Thema bleibt kontrovers und muss differenziert angegangen werden.
      Weder die rosarote noch die pechschwarze Brille sind wirklich hilfreich.

      Ich bin übrigens der Meinung dass im Prinzip jeder Straftäter, gleich welcher Herkunft irgendwie traumatisiert sein muss und eigentlich therapeutische Hilfe braucht.
      Habe die reißerischen Artikel über einen "Schläger" (übrigens mit Migrationshintergrund) gelesen der versehentlich im Affekt jemanden durch einen unglücklichen Schlag getötet hat. Im Artikel stand sogar, dass er selbst Opfer schwerer Gewalt in seiner Familie war und trotzdem wurde er zum Monster stilisiert obwohl er dringend Hilfe benötigt hätte (BPS???).
      In meinen Augen tat er mir unglaublich leid und die mediale Hetze gegen ihn wird ihn sicherlich noch mehr traumatisieren.
      Verständnis auf der einen Seite und klare Grenzen, Gesetze die auch durchgesetzt werden müssen und Strafen auf der anderen Seite. Gewalt, stehlen, belästigen etc. geht gar nicht. Punkt.

      Genauso muss man mit allen Straftätern gleich welcher Herkunft umgehen. Strafe ja, aber auch Resozialisierung und Therapie für alle.
      Das Frauenbild etlicher Mitbürger mit muslimischen (aber manchmal auch christlichen Hintergrund) ist sehr sehr bedenklich.
      Probleme verschwinden nicht indem man sie wegdiskutiert.
      Die tatsächlich begründeten Sorgen und Ängste der Menschen sind Ernst zu nehmen und Millionen von Flüchtlingen, die leider keine Hundewelpen (schöner Vergleich) sind stellt unsere Gesellschaft vor riesige Herausforderungen.

      Aber auf dem Boden der realen und begründeten Ängste und Sorgen keimt versteckter Rassismus, werden unbestätigte Gerüchte ungeprüft mit Tatsachen verwechselt und die Stimmung heizt sich mehr und mehr in eine auch für unsere Gesellschaft sehr ungesunde Richtung auf.
      Unsere Demokratie und unsere Werte sind nicht nur durch problematische Migranten sondern mindestens, wenn nicht sogar mehr, durch diese sich aufheizende Stimmung, latenten Rassismus, unbegründetem Sozialneid gefährdet.

      Wir stehen im Augenblick vor einer riesigen Herausforderung. Die Wutbürger sind einerseits ein Riesenproblem und andereseits können die Migranten eines Tages auch ein Riesenproblem darstellen wenn sie durch latenten Rassismus ausgegrenzt und getthoisiert werden. Negativ-Beispiel ist Frankreich. Die Paris-Attentäter waren allesamt diskriminierte Franzosen. Rassismus ist eine selbsterfüllende Prophezeihung.

      Es gibt riesige Herausforderungen zu lösen, was nur mit sehr viel Verantwortung, Augenmaß und einem Ohr (und Taten) für die Probleme ALLER Mitbürger zu lösen ist.
    • Luna schrieb:



      Sagt ein Deutscher etwas GEGEN die Flüchtlingspolitik, ist er automatisch ein Nazi. Sagt jemand mit Migrationshintergrund, der hier schon lange lebt und gut integriert ist, das Gleiche - so applaudieren alle. Und das bezieht sich auch auf diverse Gegebenheiten im Alltag, beispiel bietet der Beitrag über mir.
      Stimmt.
      Viele deutsche Freunde sagen zu mir: Tja, du darfst ja Klartext reden, da du aus Russland kommst.
      Traurig sowas, eigentlich soll jeder Klartext reden dürfen, verschweigen ist das Wasser auf die Mühlen von Pegida und Co.

      Man muss Problemen bei Namen nennen können, um sie anzugehen, sieh Buschikowsky (definitiv kein Rechter).
      Wir haben z. B zu lange die Augen von familieren Gewalt in Migrantenfamilien verschlossen, haben sozusagen muslimische Mädchen in Stich gelassen. Das hat Folgen, der Saat von Gewalt pflanzt sich weiter und zwangsverheiratete Mütter lassen ihre Töchter zwangsverheiraten.
      Wir lassen die junge orientalische Männer ungehindert ihre Macho-Gehabe auf unsere Strassen ausleben und wundern uns erst dann, wenn es richtig ausartet.
      Wir erlauben Roma, ihre Kinder fern jeder Bildung zu halten, die Kinder gehen nur sporadisch in die Schule und bleiben Analphabeten. Das ist Kindesmisshandlung, für gleiches Vergehen zahlen Nicht-Roma-Eltern eine Geldstrafe oder bekommen die Sorgenrecht entzogen. Warum nicht bei Roma? Weil sie von 70-Jahren verfolgt wurden? Was für ein Bullshit! Weil sie zu verfolgte Minderheit gehörten (und teilweise gehören), dürfen sie ihre Kinder misshandeln? Wie pervers ist das?

      Man muss diese Problem angehen, sonst befürchte ich noch weitere Radikalisierung, wo extreme Rechte, extreme Linke und radikale Islamisten sich die Strassenkämpfe liefern
      --------------- 8. Februar 2016, 11:55 ---------------

      feanor schrieb:



      Ich bin übrigens der Meinung dass im Prinzip jeder Straftäter, gleich welcher Herkunft irgendwie traumatisiert sein muss und eigentlich therapeutische Hilfe braucht.
      Sorry, aber längst nicht alle Straftäter sind traumatisiert.
      Ungünstige Voraussetzungen in die Kindheit bedeuten nicht automatisch "Traumatisierung"

      Und einge, sogar ganz heftige Straftäter, habe gute Kindheit gehabt, sieh Thomas Drach und sein Bruder.(Reemstma - Entführer)
      Viele Kriminelle sind kriminell, weil sie einfach so leicht an Geld, Drogen und Weiber kommen
    • Naja. Ohne diese hilfreiche Menschen, die abwertend als "Gutmenschen" bezeichnet werden, sähe die Lage aber noch viel schlimmer aus. Ohne sie wäre die Lage in den Erstaufnahmestätten noch prekärer und es würden noch mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken, verhungern, erfrieren und keine medizinische Hilfe bekommen.
      Ich bewundere die Menschen, die vor Ort sind und sich aufopfern. Ich selbst würde das wohl nicht aushalten. Ich kann nur im Hintergrund mit Sach- und kleinen Geldspenden helfen.

      Sicher ist es nicht gut, dass das alles von freiwilligen Helfern ausgeht und diese Helfer werden auch ausgebeutet. Sie wissen das auch und ägern sich, dass die Politik zwar "Danke" sagt, aber nicht in die Pötte kommt und sich alle gegenseitig die Schuld zuschieben. Aber ich kann verstehen, dass sie weitermachen.

      Sicher läuft hier grade einiges falsch. Doch das liegt daran, dass der Staat das Land kaputt gespart hat und hoffte, dass die Szenarien, die Kriegs- und Fluchtforscher schon seit Jahren vorhersagten, nie eintreten möge. Die Behörden /Ämter/Regierungen sind einfach überfordert...kein Wunder, wenn man immer an Personal und Unterbringeunsmöglichkeiten spart und die Augen davor verschließt, dass Kriegsflüchtlinge und auch Menschen, die wir auf Grund unseres Lebensstils ausbeuten, auch ein besseres Leben möchten und dafür selbiges riskieren.

      Zumal man mit Öl-und Waffenhandel, Ausbeutung die Lage noch verstärkt.

      "Edel sei der Mensch,
      Hilfreich und gut!
      Denn das allein
      unterscheidet ihn
      von allen Wesen,
      die wir kennen".

      Schrieb Papa Goethe in seinem Gedicht "Das Göttliche". Recht hat er.
      --------------- 8. Februar 2016, 18:53 ---------------
      Diese beiden Satiere-beiträge beschreiben die abstruse Situation diesbezüglich in Europa ganz gut:



      "Drum prüfe wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet."

      ..."Das Lied von der Glocke"; von Friedrich von Schiller
    • Karma-Katze schrieb:

      Wir lassen die junge orientalische Männer ungehindert ihre Macho-Gehabe auf unsere Strassen ausleben und wundern uns erst dann, wenn es richtig ausartet.
      Macho-Gehabe ist eine Sache, eine andere, dass sie, wenn wirklich ursprünglich, aus einer repressiven Gesellschaft stammen, die Sexualität stark restriktiviert. Da Sexualität aber ein biologisches Bedürfnis ist, kann es unter dem gesellschaftlich widersprüchlichen Aspekt, zu unterschwelligem Frust kommen. Ich möchte keine Stereotype bedienen aber es sind Männer, die evolutionär darauf getrimmt sind, Partnerinnen zu wählen. Unter dem Aspekt des Alters, des Testosteron-Spiegels und der Gruppendynamik, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einer den Bogen überspannt. Viele europäische Partnerinnen werden sie nicht haben, da abgesehen eines kulturellen Aspekts, für Frauen auch der sozial-ökonomische Status eine Rolle spielt. Der dürfte im Durchschnitt schlechter ausfallen.

      Ich weiß nicht, wie stark sie von Österreichern oder Deutschen akzeptiert worden sind aber jede Gruppe hat die Tendenz, sich von anderen Gruppen abzugrenzen.
    • manuela schrieb:

      feanor, ich bin da nicht so ganz Deiner Meinung...ich habe BPS, wurde geschlagen und missbraucht...ich habe drei Kinder großgezogen ohne sie zu schlagen oder zu mißbrauchen!!!! Man kann NICHT alles mit einem Trauma oder einer schweren Kindheit entschuldigen!!!!!! Da geht mir , sorry, die Hutschnur hoch!
      Es geht nicht ums entschuldigen.
      Auch wenn man Dinge versteht heißt es noch lange nicht, sie zu billigen.
      Bin selber missbraucht worden und obwohl ich den Täter verstehe und auf einer höheren Ebene Mitleid mit ihm habe weil er selber missbraucht wurde versuche ich ihm so oft es irgendwie geht auf einer realen Ebene aus dem Weg zu gehen weil mich jede Begegnung so heftig triggert........

      Auch ich habe weder meine Kinder missbraucht noch meine Partnerinnen geschlagen.
      Stattdessen arbeite ich therapeutisch mit anderen Menschen, die auch missbraucht worden...

      Verständnis heißt noch lange nicht, dass man eine Sache billigt.
      Spoiler anzeigen

      Und ich lasse diese Person, die mir das angetan hat keine Sekunde unbeobachtet mit meinen Kindern, bereit meine Kinder zu schützen notfalls mit Gewalt (da kann ich für nichts garantieren wenn sich jemand an meinen Kindern vergreift), was meine Mutter bei ihren Kindern versäumt hat.