Stundenaufstockung - Und alles, was dazu gehört

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    • Stundenaufstockung - Und alles, was dazu gehört

      Huhu :)

      Ich bin gerade - oder immer noch - ziemlich aufgeregt, wobei mir auch wieder einige diese Aufregung absprechen wollen, getreu dem Motto "brauchst du nicht". Doch, will und brauche ich. :D Und es ist wohl auch sehr legitim, aufgeregt zu sein, wenn sich was ändern soll.

      Wie dem auch sei, ich bin seit nunmehr 5,5 Jahren bei meinem Arbeitgeber und dort auch sehr glücklich. Lediglich die Stundenanzahl meiner Arbeitszeit hat mich gestört und ich rede seit über 4 Jahren, dass ich meine Stunden gern aufstocken möchte. Nie ist was passiert. Immer hieß es, es sähe schlecht aus.

      Letztes Jahr im November kam dann der Chef in mein Büro und hat angekündigt, dass es im Februar - wenn meine Augen-OPs abgeschlossen sind und ich wieder im Dienst bin - ein Gespräch geben soll bzgl. Stundenaufstocken inkl. Tätigkeitsfeldveränderung. Denn er hat mir klar gesagt, mit meinem jetzigen Tätigkeitsfeld gäbe es keine Chance, aufzustocken.

      Da ich nun drauf brenne, endlich mehr zu arbeiten (4h / Tag lasten mich nun mal wirklich nicht aus), habe ich dem Chef am Montag eine E-Mail geschrieben, einfach sozusagen, um mich in Erinnerung zu bringen. Ich habe ihm auch geschrieben, dass ich mir selbst auch Gedanken darüber gemacht habe, wo man mich noch einsetzen könnte.

      Zur kurzen Erklärung:
      Meine Ausbildung gibts heute gar nicht mehr und den Beruf so an sich auch nicht mehr. Meine Ausbildung ist ähnlich wie eine Sekretärin, nur nicht ganz so umfangreich - heißt: Nix halbes und nix ganzes.
      Aber rein theoretisch kann ich auch in einer Verwaltung arbeiten, genauso wie Poststelle oder Archiv.
      Genau diese Dinge werde ich vorschlagen, in der Hoffnung, dass das klappen könnte.

      Wie dem auch sei - gestern bekam ich Nachricht, dass das Gespräch kommenden Dienstag, am 2. März, stattfinden soll. Meine Vorgesetzte wird auch dabei sein und hat mir gestern quasi noch grinsend zugeflüstert, es sähe jetzt wirklich richtig gut aus mit aufstocken können.

      Ja - und nun bin ich natürlich aufgeregt. Um die Gesprächsführung mache ich mir nicht mal so viele Gedanken, das werde ich sicher ganz gut hinkriegen. Ich habe nur irgendwie Angst davor, dass meine Ideen eher scheiße oder schlecht umsetzbar sein werden und am Ende für mich gar nix bleibt und ich weiter auf meinen 4h-Tagen sitzen bleibe.

      Für das Gespräch selbst werde ich mir aber auch noch paar Notizen machen. Nicht, dass ich noch einen der Vorschläge vergesse. :D

      Bis Dienstag ist es gar nicht mehr so weit. Klar, 5 Tage. Aber ich warte wirklich schon so lange auf diesen Tag - nicht erst seit gestern, sondern seit 2011 schon. Und ich habe einfach nur das Bedürfnis gehabt, hier darüber zu schreiben, es los zu werden und meine zwischenzeitlichen Gedanken dazu aufzuschreiben bzw. am Ende zu berichten, wie es gelaufen ist.

      Joa...soweit erstmal. :)
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Ich kann dich voll verstehen, an meinem letzten Arbeitstag im alten Jahr, meinte meine Kollegin (Vorarbeiterin) noch das im neuen Jahr noch eine Überraschung kommt. Und die Überraschung war für mich wirklich gut, habe nun eine neue, für mich passendere Aufgabe in unserer Fertigung.
      Vox populi, vox Rindvieh

      -Elard von Oldenburg-Januschau 1855-1937
    • So, jetzt muss ich nur noch einmal schlafen und dann ist der Tag aller Tage.
      Ich hoffe, er bringt nur Gutes.
      Nun ja...ich merke schon irgendwie so ein beklemmendes Gefühl.
      Was ist, wenn meine Vorschläge/Vorstellungen nicht umsetzbar sind? Was, wenn sie milde belächelt werden?
      Die Kehrseite ist - ich muss mir im Gedächtnis behalten, dass meine Chefin mir sagte, es sähe richtig gut aus.
      Sicher haben sie sich auch Gedanken gemacht - sonst wäre das Gespräch doch gar nicht sinnvoll...?
      Aber diese miese Gedankenspirale.

      Natürlich habe ich Ängste.
      Angst, neue Aufgaben nicht bewältigen zu können.
      Aber diese Angst habe ich bisher immer gehabt.
      Vor jeder neuen Aufgabe. Vor jedem neuen Job.
      Und doch bin ich am Ende immer gelobt worden und bekam 1er-Zeugnisse.
      Wird oder würde es dieses Mal wieder so sein?
      Ich verlasse mich da ja nicht drauf.

      Ich weiß, dass ich sehr leistungsstark bin.
      Ich weiß, dass ich mich schnell in neue Aufgaben einarbeite.
      Ich weiß aber auch, dass mir 100% noch zu wenig sind.

      Mein jetziges Tätigkeitsfeld macht mir auch in der Hinsicht keinerlei Probleme mehr. Damit bin ich inzwischen tief verwurzelt. Das beherrsche ich.
      Ich war lange nicht mehr in der Situation, dass ich mich wo neu einarbeiten musste.
      Aber ich möchte es.
      Und eigentlich habe ich ja nichts zu befürchten - ich kenne das Haus und die Kollegen.
      Und ich habe einen guten Stand bei den Kollegen und bei den Chefs.
      Warum stresse ich mich dann so?
      Ja...ist normal bei mir.
      Aber ich habe mich davon niemals abhalten lassen, weiter zu machen.
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Ich drücke dir beide Daumen, viel Glück meine Liebe :daumen

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)

    • Huhuuuuu :D

      Erstmal viiiiiiiiiiiiiiiiiiielen Dank an all diejenigen, die mir die Daumen gedrückt haben. Es hat wirklich geholfen!!! :sterne

      Das Gespräch verlief wirklich total gut und irgendwie war es auch witzig. Ein Vorschlag, den ich angebracht hatte, hatten sie für mich eh geplant gehabt. :D

      Das Ergebnis:
      Ab März 2016 bin ich Arbeitnehmerin in VOLLZEIT !!! Es ist erstmal nur befristet, da man gucken muss, wie ich mit dem neuen Aufgabengebiet klarkommen werde. Aber es bestehen durchaus Chancen, dass es dabei dann auch bleibt.
      Ich werde also ab März 2016 einen halben Tag (nachmittags) meine bisherigen Aufgaben machen und vormittags in der Poststelle/Verwaltung mitarbeiten. :D

      Boah, ich freue mich voll. Und ich stelle fest: Mal wieder ganz umsonst Gedanken darüber gemacht, wie meine Vorschläge ankommen könnten.

      Als es dann quasi "fest stand", wurde die Leiterin der für mich neuen Abteilung hinzu geholt und sie war ganz begeistert davon, dass der Vorschlag sogar von mir selbst kam. :D In dieser Abteilung wird nämlich wirklich händeringend Unterstützung benötigt.

      Ab morgen wird dann schon "hospitiert" bzw. ich werde dann jetzt schon etwas angelernt bzw. eingearbeitet.

      Ich bin gerade einfach nur glücklich darüber.
      :jumping: :jumping: :jumping:
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Daaaaaaaaaaanke euch alle. <3

      Heute war ich dort nun schon den 1. Tag im Einsatz. Und für den ersten Tag lief es wohl ziemlich gut und ich glaube, die Kollegin, die das bisher fast allein gemacht hat, ist total froh, jetzt Hilfe zu bekommen.

      Mir hat es auch total Spaß gemacht und die Zeit ging verdammt flott rum. Ich bin auch ganz zuversichtlich, dass ich dort gut zurecht kommen werde und es mir Freude machen wird. Da dort auch viel Austausch stattfindet, bekommt man dort auch richtig viel mit vom Geschehen im Haus und so.

      Ja, ich freue mich total auf die Dinge, die da kommen werden. :)
      --------------- 15. März 2016, 18:01 ---------------
      Ich habe den Threadtitel jetzt einfach mal umbenannt, weil ich gern hier weiter schreiben möchte.
      Wie es mir dort geht.
      Wie es mir dort gefällt.
      Wie ich den Rest gewuppt kriege.

      Ok, nun sind schon 2 Wochen im Vollzeit-Modus rum.
      Und klar, es weht ein anderer Wind. Die Tage fliegen so dahin. Und ich muss mich dran gewöhnen, dass mich mein Wecker morgens jetzt um 5:45 Uhr aus dem Bett klingelt und nicht mehr erst um 6:30 Uhr. ^^
      Aber das ist ok.
      Und natürlich bin ich abends ordentlich müde. Aber ich weiß ja, warum es so ist. Somit ist es eine zufriedene Müdigkeit.
      Auch das ist absolut ok. :)

      Ich bin nun also täglich auf dem "Bahnhof". :D
      Habe den Empfangsraum so genannt, weil dort wirklich ALLES passiert...Eingangspost, Kundenkontakt, Telefon, Kollegen...alle sind mal da. :D

      An den Aufgaben wachse ich. Und ich soll nach und nach auch mehr und mehr Aufgaben dazu bekommen. Meine Chefin sagte heute auch sowas wie "Vielleicht sitzen Sie ja eines Tages ganztags dort". Na mal schauen.
      Ich soll also nach und nach meine festen Aufgaben bekommen.
      Vorm Telefonieren, was auch auf mich zukommen wird, habe ich bis dato noch Schiss. Aber wenn ich ehrlich bin, soooo oft klingelt das Telefon dort gar nicht und es besteht eigentlich sogar mehr persönlicher Kontakt zu den Kunden (wir nennen es "Kunden" und nicht "Bürger").

      Ja, mir gehts dort sehr gut.
      Wenn es klappt, werde ich auch bald einen einjährigen berufsbegleitenden Kurs zur Verwaltungsfachangestellten machen. Ich darf mich zwar danach nicht "gelernte Verwaltungsfachangestellte" nennen, aber ich verfüge dann zumindest über die Befähigung, mich mit dem Zertifikat ggf. bewerben zu können. Und da habe ich auch Bock drauf. *g*
      S. (die Leiterin des "Bahnhofs") ist auch ganz begeistert von der Idee. ^^

      Einen Haken hat das Ganze natürlich. Und da stelle ich mal wieder fest: Zum Kranksein braucht man Zeit. Verzeiht, ich meine das nicht böse. Aber wie ich zukünftig Betreuer-Termine wahrnehmen soll, ist mir ein Rätsel. Einmal die Woche habe ich Therapie und das hat mich letzten Donnerstag beinahe aus den Latschen gekippt. Ok, war eh ein scheiß Tag.
      Aber meine Therapeutin will jetzt mit mir "endlich" mit der Trauma-Arbeit beginnen. Und das wird hart. Aber gut...das muss ich dann wohl unter "Das ist dann wohl so" verbuchen.

      Mich würde daher mal interessieren - gibts hier Vollzeitbeschäftigte, die nebenbei noch Therapie machen?
      Wenn ja, wie schafft ihr das, euch dann zu erholen und zeitgleich nicht in der Arbeit nachzulassen?
      Ich brauche da wohl eine gute Strategie.

      Joa...soweit erstmal. :)
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Mein Respekt, dass du wieder Vollzeit arbeitest :) !!! Ich würde es gerne, merke aber immer wieder, dass ich einfach noch nicht soweit bin - obwohl ich glaub 1,5 Jahre schon 80% arbeite.

      Pass aber auf dich auf, dass du dir nicht zu viel zumutest! Achte auch dich und verschnaufe zwischendurch einmal.


      Bin sehr stolz auf dich :) :good
      Ich weiß das ich gut bin und
      das lass ich mir durch nichts und
      niemanden kaputt machen.

      Auch ich darf Fehler machen,
      weil Fehler menschlich sind.
      :blume auf:
    • Hallo @Lenara
      Danke dir, das ist sehr lieb. :)

      Nun, mit arbeiten an sich hatte ich nie Probleme.
      Ich hatte eher immer die Probleme, irgendwann nicht mehr abschalten zu können. Deshalb will ich jetzt auch schauen, dass ich mir meine Freizeit so angenehm wie möglich gestalte.
      Heißt: Auch mal etwas Wellness zwischendurch.
      Massage. Sauna. Und vielleicht auch etwas Sport.

      Massage werde ich mir jetzt immer mittwochs gönnen. Das ist gut machbar, da immer mittwochs ein Masseur auf der Arbeit ist.
      Sauna - in meiner Nähe gibts einen richtigen Saunen-Tempel. Den will ich auch mal aufsuchen, jedoch eher in der kälteren Zeit.
      Und Sport - ich will mal schauen, dass ich mir ggf. ein Sportgerät für daheim zulege. Wo es platztechnisch hinpasst, muss noch geschaut werden.
      Ich bin gern daheim. Wieder. Seit ich in der neuen Wohnung bin.
      Weil das entspannt mich. :)
      --------------- 3. April 2016, 13:24 ---------------
      ...wieder gut 2 Wochen später...
      Der erste Monat ist rum.
      Und ich habe das Gefühl, mich längst an den Vollzeit-Rhythmus gewöhnt zu haben.
      Gerade an Tagen, wo viel zu tun ist, geht die Zeit ja schnell rum. Da ist man dann froh, mehr Stunden zur Verfügung zu haben.
      Ja, mir nimmt das sogar noch Druck raus.

      P. (das ist die Kollegin, die sonst immer am Empfang tätig ist und die ich jetzt quasi unterstütze) hat 2 Wochen Urlaub. Heißt, sie wird komplett von allen Seiten vertreten.
      Und es ist ja angedacht, dass ich irgendwann die Haupt-Vertretungsperson von ihr sein soll.
      Das lassen mich meine Kollegen natürlich spüren - im positiven Sinne.

      Ich hatte an S., C. und J. den Auftrag gestellt, mich ins kalte Wasser zu schmeißen, sobald die Gelegenheit da ist. Ja, das klingt hier sicher für Viele unvorstellbar. Aber ich habe ganz schnell für mich rausgefunden gehabt - vor Jahren schon -, dass das bei mir die effektivste Methode ist, Ängste zu überwinden.

      Und am Donnerstag war es nun soweit.
      Kundenkontakt? "Luna, mach du mal!"
      Telefon? "Luna, geh mal ans Telefon, wenn was ist, dann frag uns."

      Und - zack! Es war enorm schwer für mich. Aber Luna wäre nicht Luna, wenn sie es nicht wagen würde. Ich neige auch stark dazu, Ängste dann mit Humor zu überspielen.

      Am Telefon z.B. brauchte ich länger, um die richtige Nummer rauszusuchen. Was macht Luna dann, um sich zu "entlasten"? Sagt zum Kunden: "Entschuldigung, dass es so lange dauert, ich bin neu hier in der Abteilung und Sie sind mein erster Anrufer."
      Antwort: "Alles gut, lassen Sie sich Zeit."
      Thema durch. :D

      Dazu gabs dann noch eine Extra-Aufgabe, die nun fest mir zugeteilt werden soll.

      Ich denke, wenn P. dann wieder da ist, können wir uns gegenseitig gut entlasten.

      Und das erste Mal empfinde ich sowas wie wahre Befriedigung und ein kleines bisschen Stolz darüber, dass ich mich dem gestellt habe. Und mich "einfach so" durchboxe. Ich bin froh und dankbar dafür, dass ich über so einen hohen Kampfgeist verfüge und nicht aufgebe.

      Wir haben 1x die Woche Teamsitzung. Kommende Woche möchte ich dann um ein Feedback bitten. Ich möchte von meinen Kollegen wissen, wo ich stehe und was ich ggf. verbessern kann.
      Mir ist das einfach wichtig.

      Ja, soweit erst mal. :)
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Hört sich doch gut an, mach weiter so :daumen

      Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
      ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
      durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
      fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

      Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
      stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
      stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
      genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen!

      (Autor unbekannt...) :)