Steht eure Arbeitsstelle /Schule hinter euch?

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    • Steht eure Arbeitsstelle /Schule hinter euch?

      Hey...
      Ich wollte mal von euch wissen wie eure Arbeitsstellen bzw Schule oder sonstiges zu euch steht?
      Wissen die überhaupt von euer Krankheit ?
      Wenn ja wie gehen die damit um?

      Also ich komme auf das Thema weil, mir in der letzten Woche ganz besonders heute aufgefallen ist was bzw wie meine Ausbildungsstätte damit umgeht.
      Meine Chefin und meine Ausbilderin haben alle Hebel in Bewegung gesetzt das ich meine Lehre dort beenden kann. Da man das dritte Lehrjahr nicht zwei mal wieder holen kann geht glaube bei keinem Lehrjahr. Bei der ersten Wiederholung war ich noch krank geschrieben.
      Ich konnte mir sogar angenehme Arbeit raus suchen. Da ich aber kein Mensch bin der des ausnutzen tut hab ich trotzdem immer gefragt was ansteht.
      Naja und wo ich heute das rattern bekommen habe ist wo mich meine Ausbilderin gefragt hat was ich davon halten würde wenn noch ein zweiter Lehrling da wäre ich so ja ist mir eigentlich schnuppe und sie hat darauf hin gesagt das sie das schon abgelehnt hat und keinen Lehrling annehmen und die anzeige über all rausstreichen weil sie erst mal möchte das ich die lehre schaffe und ein Lehrling der von nichts eine Ahnung hat ein Störfaktor wäre da sie sich mehr auf mich konzentrieren möchte...
      Ich war völlig baff so das des ganze mir schon zu viel war weil ich halt nicht gerne im Mittelpunkt steh...
      Ich muss ehrlich zu geben das ich wahrscheinlich großes Glück gehabt hab was das anbelangt..

      Ich möchte nur mal gerne wissen wie ey bei euch aussieht...
      Lg Eule1410
      Warum mein Leben lang unglücklich sein.....wenn ich auch glücklich sein kann :loverenn:
    • Hallo Eule :)

      Ich finde, dass das ein gutes Thema ist, weil es zeigt, dass es auch funktionieren kann und nicht alle Arbeitgeber auf Ablehnung gehen, wenn sie von der Psyche wissen.
      Danke dafür, dass du das Thema eröffnet hast. :)

      Erstmal zu dir:
      Ich finde es klasse, dass deine Chefin so hinter dir steht. Das ist wahrhaftig nicht selbstverständlich. Erst recht, weil eben auch Firmen zusehen müssen, wo sie bleiben. Zwar schade, aber leider ist es nun mal so.
      Darf ich dich fragen, ob das ein "normaler" Betrieb ist oder irgendwas im geschützten Rahmen? Habe gerade leider keine Erinnerung, was du überhaupt lernst, verzeih. :)
      Und was ich auch gut finde, ist, dass du das nicht ausnutzt und somit anderen das Gefühl gibst "Ich bin zwar erkrankt, aber ich KANN trotzdem!". Und sowas fällt nun mal auf, auch den Chefs. Es ermöglicht einen, wirklich nur nach dem Menschen, der du bist, und der Leistung beurteilt zu werden. Du bist somit nicht nur "die mit der psychischen Störung".
      So, wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder raus.

      Für deine Ausbildung wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg. :)

      Und ja - auch meine Chefin bzw. Vorgesetzte weiß, dass ich psychische Probleme habe. Aber sie steht trotzdem hinter mir. Wir verstehen uns sehr gut und ich bin in unserem Hause auch gut integriert, werde für meine Leistungen gelobt und habe auch sonst das Gefühl, eine geschätzte Kollegin zu sein. Wenn etwas im Argen ist (z.B. ein geplanter Klinikaufenthalt), so kann ich mit meiner Chefin offen darüber reden. Aber auch ich bin jemand, der das nie und nimmer ausnutzt. Und meine Chefin weiß das.

      Ich weiß, dass man dafür großes Glück haben muss. Aber genau diese Offenheit nimmt mir selbst jede Menge Druck und lässt mich gut voran kommen. :)
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Ja, immer!

      Ein affenmäßiges Lob an diejenigen. Chefs,Teamleiter und Lehrer die immer an mich geglaubt haben.

      Wenn ich jemals in dies Position rutschen sollte, würde ich mich an meine Zeit zurück erinnern und daran denken was sich andere Leute für mich schon den a** aufgerissen haben und versuchen das weiterzugeben.

      So viel Interesse an einem einzelnen Mitarbeiter zu zeigen, so viel interesse an einem einzelnen Schüler. Ganz klar ein Kunstwerk seiner Art. Aber für mich heißt es im nachhinein, da waren prima Menschen am Werk. Menschen die auch weit über sich hinaus an andere denken!

      Danke!!
      ~Durch dich bekommt mein Leben Farbe und ich bin bereit diese anzunehmen~

    • das klingt echt super!! und zeigt wirklich, dass sich Ehrlichkeit und Offenheit lohnt!!

      ich studiere und habe bisher nur positive Erfahrungen entgegen gebracht bekommen. es wissen ungefähr 5 Dozenten, wos echt nicht anders ging, weil ich eben stationär war oder öfter als die 2 mal gefehlt habe.

      meine absolute lieblingsdozentin ist leider nach bremen gegangen um da ihre Professur zu machen. aber die war der Wahnsinn, die Geschichte hab ich hier bestimmt schon 3 mal geschrieben , aber die kann man nicht oft genug teilen.
      sie war übrigens die meist gefürchtete, stressigste, an regeln haltende und ja nicht abweichende Dozentin, die unser Lehrstuhl so zu bieten hat. und auf einmal war sie gaaanz, ganz anders im Zweiergespräch :)

      sie hat sich ernsthaft n buch über borderline gekauft, um nachvollziehen zu können wies mir geht. und als sie mir davon erzählt hat hat sie noch gemeint: "ich hab gelesen, sie habend nicht so mit dem Selbstwertgefühl.." ich: "ja leider nicht.." "ich wollte ihnen nur sagen, dass sie ein sehr wertvoller mensch sind"


      woah..
    • Dass ich nicht so normal bin ist meinen Arbeitskollegen und meinem Arbeitgeber schon aufgefallen. Aber sie sagen nichts. Das würde nichts ändern. Er ist nun gleich distanziert mir gegenüber, wie ich meinen Kollegen allgemein. Damit kann ich leben

      An der Universität halten sie mich entweder für genial oder als eine Mischung aus impulsiv, depressiv, enthusiastisch, sozialängstlich, zurückgezogen, freundlich, aggressiv, missanthropisch, stimmungslabil, unkonzentriert, zugänglich, offen, verschlossen ...
      Zumindest hat mir das ein paar Vorteile verschafft, wenn man sein Befinden zu nutzen versteht.

      Meine früheren Lehrer hätten nicht besser damit umgehen können. Die Schule hat sich sogar eine Psychologin zugelegt.
      --------------- 11. Februar 2016, 21:56 ---------------
      Ich habe den gleichen Nachnamen wie ein beliebter und engagierte Professor, der auch noch aus dem selben Ort kommt. Wahrscheinlich ist es zur Übertragung gekommen und das hat mir ein paar Pluspunkte gebracht.
    • Ich würde sehr gerne richtig offen mit der Borderline-Störung umgehen. Aber es ist dann leider wie eine Zielscheibe für manche Kollegen, vor allem im Gesundheitswesen. Viel Stress, wenig Zeit, zuviel zu tun und vor allem zu viele Frauen auf einem Haufen.
      Meine WBL weiß, dass ich psychisch krank bin. Auch manche Kollegen. Aber ins Detail werde ich wohl bei niemanden (mehr) gehen. Dazu wurde ich in der Vergangenheit einfach zu oft enttäuscht und fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.

      Meine WBL steht voll hinter mir - weiß sie schließlich auch was ich alles auf dem Kasten habe. Sie unterstützt mich und vergewissert sich auch oft, ob es mir gut geht oder ob sie mir zu viel zumutet. Dieses Entgegenkommen und Rücksichtnahme ist alles andere als selbstverständlich und langsam kann ich es auch zulassen. Am Anfang war es verständlich ungewohnt und unangenehm.
      Ich weiß das ich gut bin und
      das lass ich mir durch nichts und
      niemanden kaputt machen.

      Auch ich darf Fehler machen,
      weil Fehler menschlich sind.
      :blume auf: