PTA-Ausbildung mit Drogenvergangenheit?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • PTA-Ausbildung mit Drogenvergangenheit?

      Hallo! :victory

      Wie der Titel schon verrät, überlege ich eine Ausbildung zur PTA (Pharmazeutisch Technischen Assistentin) zu machen. Im Moment studiere ich Physik, bin jedoch mit dem Studium einfach überfordert. Erstens fehlt mir wegen meiner Krankheit beständiges Durchhaltevermögen (hänge immer wieder Tage bis Wochen durch und schaffe es nicht den Stoff nachzuholen), zweitens habe ich ein Kind, das ja auch einiges an Zeit "kostet" und drittens ist die Physik dann doch ne Nummer zu hoch für mich. Mein eigentlicher Traumstudiengang wäre Pharmazie gewesen, ich habe das damals aber gleich verworfen, weil ich in meiner Vergangenheit viel Drogen konsumiert habe, unter anderem war ich abhängig von opioiden Schmerzmitteln. Eines tages eine eigene Apotheke zu besitzen schien mir da einfach zu verlockend.

      Nun ist das ganze jedoch schon recht lange her, was das angeht bin ich einigermaßen gefestigt und ich habe ja auch ein Kind, also eine große Verantwortung und die würde ich nicht ohne weiteres zerstören. Die Arbeit als PTA halte ich außerdem für deutlich weniger "gefährlich". Und ich denke, dies wäre der Ausbildungsberuf, der mir am meisten Spaß machen würde. Weiteres Pro: es ist eine schulische Ausbildung, die Geld kostet, das heißt, einen Platz zu bekommen ist nicht schwierig (mit meinem Lebenslauf hätte ich da ansonsten große Probleme). Dennoch besitze ich gewisse Zweifel... :nachdenklich

      Was meint ihr? Soll ich es wagen? Ist hier vielleicht sogar ein/eine PTA, die mir sagen kann, wie es bei der Arbeit abläuft? Besitzt man überhaupt die Chance mal "zuzugreifen"? Ich stelle es mir so vor, dass man ja sowieso nie alleine ist und es auffallen würde wenn etwas fehlt, richtig? Wenn ja, würde das meine Entscheidungsfindung sehr erleichtern :)

      Danke fürs Lesen und ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!

      Lieben Gruß
      Übungsblatt
    • Hallo @Übungsblatt

      Nun, ich bin weder eine PTA noch hatte ich eine Suchterkrankung mit Drogen.
      Aber ich mag trotzdem antworten.

      Wenn ich deinen Text so lese, so habe ich den Eindruck, du bist auf einen guten Weg. Schon allein wegen deinem Kind erkennst du die Risiken und überlegst lieber 3x, was gut ist und was nicht. Und das finde ich super.

      Du sagst, du hättest gern Pharmazie studiert. Von dem Aspekt her kann es sehr befriedigend sein, wenn du was lernst, was dem sehr nahe kommt. Von dem her: Probiere es!

      Und wegen der Drogenproblematik...nun, es kann nach hinten losgehen. Es kann aber auch funktionieren. Das wirst du allerdings nur herausfinden, wenn du es probierst.
      Und ich an deiner Stelle würde es probieren. Du weißt immerhin, was du im Ernstfall zu verlieren hättest.

      Klang das jetzt doof? Ich hoffe nicht.
      Bist du denn in Therapie derzeit? Hast du einen fachmännischen Ansprechpartner, der dir ggf. im Ernstfall Strategien aufzeigen kann, wenns mal ernst wird?
      Liebe Grüße sendet euch Luna

      :elefant blau: :elefant orange: :elefant blau:
    • Denkst du, dein früherer Kontakt mit Drogen könnte dich veranlassen, rückfällig zu werden oder Arzneien zu konsumieren? Du schreibst, du bist gefestigt.

      Was mir in Physik gefällt sind Atome, Quarks und Strings. Deshalb würde ich jedoch kein komplettes Physik-Studium machen.

      Ich weiß nicht, wie genau in einer PTA-Ausbildung in die Tiefe gegangen wird. Grundlegendes zur Botanik, organischen Chemie, Biochemie, Physiologie und Zell- und Molekularbiologie wird wahrscheinlich vermittelt werden. Das kann am Anfang vielleicht überfordern. Viel Wert wird möglicherweise auf Praktika gelegt werden, Mol-Berechnungen, einwiegen, verdünnen, Lösungen bereitstellen, Pipettieren, Kulturen anlegen, Zentrifugieren, Zellaufschlüsse, pH-Einstellungen.
    • Ich sehe es doch als zu riskant: von einem Rückfall ist noch kein Mensch sicher und wenn du dann als PTa arbeitest, verlierst du deine berufliche Zukunft. Also totale berufliche Abseits
      Ich hatte eine Fraundin, die sowas (verlust ihreres Berufes wg. Rückfalls den Genick genrochen hat)

      Es gibt 1000 andrere Berufe, mit denen du auch einen Erfolg haben kannst und die auch im Falle eines Rückfalls nicht unbedigt den berufliches Aus bedeuten, man entzieht dann und arbeitet weiter.
      Warum dann so ein Risiko angehen?